Elektromobilität

TU München entwickelt mit „aCar“ Elektroauto für Afrika

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Erster Prototyp: Elektroauto in Ghana getestet

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellten den ersten Prototyp im Mai 2016 fertig und erprobten ihn zunächst in Deutschland. Um herauszufinden, ob das Auto auch vor Ort allen Ansprüchen genügt, verschifften sie das Fahrzeug nach Ghana, wo sie im Juli 2017 die Technik und das Konzept unter lokalen Bedingungen prüften. Das aCar bestand die Tests. „Es war sechs Wochen im Container unterwegs, wir haben es ausgeladen, eingeschaltet und es hat bis zum letzten Erprobungstag einwandfrei funktioniert“, berichtet Sascha Koberstaedt. Das Team ließ auch die Menschen vor Ort mit dem Auto fahren. Ein weiterer wichtiger Punkt war, den Einfluss der höheren Temperaturen und der Luftfeuchtigkeit auf die Elektrik zu prüfen. „Wir haben sehr viele Daten gesammelt, die noch ausgewertet werden müssen“, sagt Koberstaedt. „Aber was man bereits sagen kann, ist, dass alle Anforderungen erfüllt und unsere Erwartungen sogar übertroffen wurden.“

Modellfabrik in Deutschland: Technische Abläufe beherrschen

Damit die Idee vom aCar keine Idee bleibt, sondern das aCar wirklich in Serie geht, haben Sascha Koberstaedt und Martin Šoltés die Firma Evum Motors GmbH gegründet. In einer Modellfabrik sollen die ersten Fahrzeuge in Europa gefertigt werden. „Bevor das Auto in Afrika produziert werden kann, müssen wir zunächst die technischen Abläufe in den Griff bekommen. Dann können wir Menschen aus Afrika hier schulen, die wiederum ihr Wissen vor Ort weitergeben“, sagt Koberstaedt.

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Technische Daten von aCar:

Leistung: 2 x 8 Kilowatt

Elektrische Reichweite: 80 km

Zulassungsklasse L7e

Spannungslevel: 48 Volt

Batteriekapazität: 20 kWh

Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h

Leergewicht 800 kg

Zuladung 1.000 kg

Maße: Länge 3,7 m; Breite 1,5 m; Höhe 2,1 m

Anzahl der Sitzplätze: Zwei

* Stefanie Reiffert, TU München

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