Lean Management

Turck Duotec sorgt für einen schlank verketteten Fertigungsprozess

Seite: 2/2

Firma zum Thema

Die 3. Stehung präsentiert der Geschäftsleitung Informationen zu Personalauslastung, Maschinenauslastungen, Qualität Fertigprodukte/Zulieferteile sowie Liefertreue. Der Fertigungsleiter bringt dabei auch die nicht lösbaren Probleme aus der 2. Stehung zur Sprache.

Mit diesem standardisierten Konzept können Probleme innerhalb von zwei Stunden bis zur Geschäftsleitung eskaliert werden. „Ein kritischer Sachverhalt, der um 6:45 Uhr angesprochen wurde, ist dann bereits um 9 Uhr am Geschäftsleitungsboard“, sagt Steve Orgis, „und es kommt vor, dass der Geschäftsführer dann um 9:15 Uhr beim Kollegen an der Werkbank steht und sich das Problem erklären lässt. Die Reaktionszeiten haben sich dadurch bei uns drastisch verkürzt.“

Bildergalerie

Der Zeitaufwand für die Stehungen innerhalb der regulären Arbeitszeit wird deshalb längst nicht mehr als möglicher Verlust gesehen. Der Gewinn liegt in der Verkürzung der Durchlaufzeit, der Reduzierung der Ausfallzeiten sowie der Optimierung der Auslastung.

Die Staufen AG hat Turck Duotec bei der Konzeption und Umsetzung dieses Projektes beraten. Gemeinsam entwickelten sie das Projektdesgin, richteten Methoden, Kennzahlen und Führungssystem an den Zielen und Anforderungen aus.

Idealerweise ein Stück im Fluss fertigen

Mit Hilfe einer Wertstromanalyse betrachtet Turck Duotec auch die Produkte in allen Fertigungsschritten. Sie unterscheidet zwischen Wertschöpfung und Verschwendung. Dazu zählen etwa Überproduktion, Materialbestände, Wartezeit, unangemessene Prozesse, Transportwege oder schlechte Qualität. Im Anschluss wird ein Ideallayout für einen „Ein-Stück-Fluss“ (One-Piece-Flow) gemeinsam mit den Fertigungsmitarbeitern entwickelt. „Ein-Stück-Fluss im Ideal“ bedeutet, das Produkt einmal zu greifen und bis zum Versand zu fertigen.

Eine weitere Aufgabe von Lean ist die Trennung von Wertschöpfung und Logistik. Turck duotec forcierte dies unter anderem durch das Liefern des jeweils benötigten Materials direkt an den Arbeitsplatz mittels Durchlaufregalen mit Rollbahnen - ein Arbeitssystem für 250 verschiedene Artikel. „Das System hat eine Rüstzeit von 1,5 Minuten, der Mitarbeiter betreibt de facto ausschließlich Wertschöpfung, noch dazu in reduzierten Durchlaufzeiten“, freut sich Steve Orgis.

Die erreichten Ziele sind eine Reduzierung von Durchlaufzeiten, eine Fertigung im Kundentakt, höhere Flexibilität durch Glättung von Fertigungsaufträgen sowie erhöhte Qualität dank verbesserter Fehlerkompetenz.

(ID:43896971)