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Automatisierung Turck reißt 500-Millionen-Euro-Marke

| Redakteur: Sariana Kunze

Der Mülheimer Automatisierungsspezialist Turck erwartet zum Ende des Geschäftsjahres 2015 einen konsolidierten Gruppenumsatz von rund 500 Mio. Euro. Damit wird diese magische Marke erstmals in der Unternehmensgeschichte überschritten.

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"Ein rundes Jahr": die Turck-Geschäftsführer Christian Wolf (l.) und Ulrich Turck.
"Ein rundes Jahr": die Turck-Geschäftsführer Christian Wolf (l.) und Ulrich Turck.
(Bild: Turck )

„Wir werden unser 2014 gestecktes Wachstumsziel von mindestens fünf Prozent in diesem Jahr übertreffen“, sagte Turck-Geschäftsführer Christian Wolf anlässlich der Jahrespressekonferenz des Familienunternehmens in Köln. Das konsolidierte Gruppenwachstum betrug gegenüber dem Vorjahr mehr als 14 Prozent. Währungskursbereinigt entspricht dies einer Steigerung von über sechs Prozent. Es bestehe sogar die Chance, „die sieben Prozent zu knacken“, so Wolf.

Solides Wachstum in Deutschland

Die währungsbereinigte Umsatzentwicklung in Europa betrug 9 Prozent, wobei Deutschland mit zwei Prozent ein laut Wolf „solides Wachstum“ zeigte. Daneben hob er das sehr gute Wachstum in Frankreich und vor allem in Osteuropa hervor; so läge man in Russland über den Erwartungen. In Nordamerika lag das Wachstum bereinigt bei drei Prozent, in Südamerika bei 49 Prozent, im asiatisch-pazifischen Raum bei sechs Prozent und in Afrika bei 34 Prozent.

Wie sah die Entwicklung bei den Produktmanagementbereichen aus? Im Bereich der Automation Products, der insgesamt einen Zuwachs von sechs Prozent erzielte, zeigten Opto- und Ultraschallsensoren mit 14 Prozent ein „hervorragendes Wachstum“ sagte Wolf, während Linear- und Drehwegsensoren mit 20 Prozent Plus nach wie vor die Wachstumstreiber seien. Positions- und Näherungssenoren sowie die Fluidsensorik legten um vier Prozent zu, die Interfacetechnik stagnierte.

RFID legt sensationell zu

Der Bereich Automation Systems verzeichnet insgesamt 11 Prozent Zuwachs, wozu die Feldbustechnik FA und die Anschlusstechnik mit jeweils fünf Prozent beitrugen, die Feldbustecnik PA mit neun Prozent. Mit einem außerordentlich hogen Zuwachs von 43 Prozent erwies sich „RFID als sensationell wichtiges Produktportfolio“, so Wolf.

Die Zahl der Mitarbeiter stieg weltweit von 3500 auf 4000. Der Anstieg ist darin begründet, dass Turck in Mexiko nun eine eigene Produktionsstätte eröffnet und die Mitarbeiter seiner ehemaligen Offshore-Produktion in Saltillo übernommen hat. „Auch in diesem Jahr hat Turck wieder in die Zukunft investiert, allein in Mexiko waren es rund 10 Mio. Euro für die neuen Produktionsstätten“, so Wolf weiter. „Mit den modernen Produktionsanlagen in Deutschland, USA, China und jetzt auch in Mexiko sind wir nun in der Lage, noch flexibler auf die Anforderungen der globalen Märkte zu reagieren und Kundenwünsche schneller zu bedienen.“

Headquarter in Singapur geplant

Im Rahmen seiner Internationalisierungsstrategie 2020 setzt Turck auf regionale Nähe und weltweite Lösungskompetenz. Erreicht werden soll dies laut Wolf durch einen massiven Fokus und weitere Investitionen in der ASEAN-Region. So seien unter anderem der Ausbau der Landesgesellschaft in Singapur zum regionalen ASEAN-Headquarter sowie die Gründung neuer Landesgesellschaften in Malaysia und Thailand geplant. Zudem soll in Asien eine Fertigung mit voller Wertschöpfungstiefe entstehen. Als Wachstumsziel für 2016 gab Wolf trotz der nach wie vor instabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erneut mindestens fünf Prozent und einem konsolidierten Jahres-Gruppenumsatz von über 525 Mio. Euro aus.

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