Motion, Drive & Automation Umweltschutz kann Betriebsergebnis steigern

Autor / Redakteur: Rudolf Dürrschmidt / Reinhard Kluger

Energiesparprojekte müssen nicht nur kosten, sie können sogar die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens verbessern. Drei Stufen führen zum Projekterfolg und: Das eingesparte Geld reicht dann für weiteres grünes Engagement.

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Frequenzumrichter, wie hier der VLT AutomationDrive in einer Abfüllanlage, tragen zu einer erhöhten Energieeffizienz bei
Frequenzumrichter, wie hier der VLT AutomationDrive in einer Abfüllanlage, tragen zu einer erhöhten Energieeffizienz bei
( Archiv: Vogel Business Media )

Ein Unternehmen, das Umweltschutz nicht nur proklamiert, sondern auch vorlebt: Danfoss. Der Antriebsspezialist engagiert sich beim Umweltschutz nicht nur mit seinen Lösungen, die in den eigenen Fabriken mit einem möglichst geringen Einsatz von Rohstoffen und Energie hergestellt werden. Das Unternehmen sieht seine Verantwortung auch darin, andere auf die schon heute bereitstehenden Möglichkeiten für mehr Umweltschutz hinzuweisen und entsprechende Lösungen vorzustellen und zu implementieren.

So engagiert sich Danfoss als Sponsor bei internationalen Klimakonferenzen und führt eine eigene Kampagne durch: „Solutions ready – stoppt den Klimawandel“ heißt das Thema. Darin verweist der Konzern auf bewährte Lösungen in allen seinen Tätigkeitsfeldern – Kälte, Wärme und den Power Electronics —, die schon heute erheblichen Einfluss auf die Reduzierung von Umweltbelastungen haben.

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Noch einen Schritt weiter gehen die Spezialisten von Danfoss Solutions, einem Unternehmensteil des Danfoss Konzerns, der sich auf Energiesparprojekte spezialisiert hat. Die Experten helfen Unternehmen, die einen hohen Energieverbrauch haben, bei der Analyse ihrer Systeme, Produktionslinien und Liegenschaften und ermitteln die möglichen Einsparungen. Diese geben sie in Euro und Cent an – und garantieren sogar das Erreichen dieser Werte. In vielen Fällen können sie sogar diese Garantien noch übertreffen.

Energieberatung für mehr Wettbewerbsfähigkeit

Energiesparprojekte übertreffen oft die Kapitalrendite herkömmlicher Investitionen in der Industrie, die zwischen 10 und 15 Prozent Rendite erbringen sollen. Energiesparprojekte mit strategischem Wert erzielen dagegen Werte von 15 bis 40 Prozent, kurzfristige sogar bis über 90 Prozent, allerdings bei deutlich geringeren, langfristigen Energieeinsparungen. Martin K. Madsen, Werksleiter bei Danisco in Dänemark, bringt es auf den Punkt: „Die Energiekosten steigen – das können wir nicht beeinflussen. Was wir aber machen können ist, die Einsparungen auf ein Maximum zu bringen und es gibt keinen Grund, nicht sofort damit anzufangen.“

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Energiekosten strategischer Faktor?

In der letzten Dekade erhöhten sich die Energiekosten pro Jahr um ca. 10 bis 15 Prozent. Verdeutlicht anhand einer Brauerei heißt das: 2010 sind die Personalkosten bei 2,57 Euro pro Hektoliter, die Kosten für Energie in Form von Öl, Gas und Strom liegen im Vergleich dazu bei 2,50 Euro pro Hektoliter. Mit der vorgegebenen Steigerungsrate bei den Energiekosten liegt der Preis schon 2015 bei 3,57 Euro pro Hektoliter. Gleichzeitig gehen Experten davon aus, dass die Personalkosten pro Hektoliter aufgrund höherer Automatisierung und optimierter Prozesse weiter fallen. Daraus lässt sich ableiten, dass die Energiekosten etwa zwei- bis viermal so schnell steigen, wie die Personalkosten. Dies gilt für einige andere Geschäftsbereiche analog, vor allem dann, wenn Unternehmen mit hohem Energieeinsatz produzieren (müssen).

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