TwinCAT Scope 2

Universelles Tool für die Automatisierungs- und Messtechnik

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Zur Anzeige der Kanäle im Scope kann man zwischen einer GDI- und einer DirectX-Darstellung wählen. Bei einfachen Geräten empfiehlt sich die GDI-Darstellung; unterstützt eine Plattform jedoch DirectX, kann das Scope wertvolle Rechenzeit zum Rendern auf die Grafikkarte verlagern.

Zur Navigation der Charts über den Zeitbereich stehen mehrere übersichtliche Funktionen zur Verfügung: So sind natürlich Scrollen oder Zoomen in nur eine Richtung oder auch in X- und Y-Richtung möglich. Mit der sogenannten Panningfunktion kann man eine aktuelle Ansicht, ähnlich einer Landkarte, mit der Maus verschieben. Mit dem Mausrad oder durch Eingabefelder kann der Ansichtsbereich schnell variiert werden, damit man auch in einer größeren Aufnahme noch alle Details erkennt und überblickt.

Zu einem guten Scope gehört auch ein einfach konfigurierbarer und leistungsfähiger Trigger. Beim TwinCAT Scope 2 hat man die Möglichkeit, mehrere Trigger, in Gruppen sortiert, für verschiedene Aufgaben zu konfigurieren. Neben der Auswahl der Kanäle, auf die man triggern will, ist es möglich, die einzelnen Bedingungen mit logischen Operatoren zu verknüpfen.

Da mittlerweile in vielen Applikationen Scopes angezeigt werden, ist bei der Entwicklung des TwinCAT Scope 2 darauf geachtet worden, eine einfache Implementation zu ermöglichen. Verschiedene Schnittstellen stehen auf der Viewer-Seite zur Verfügung. In einer .Net- oder C++-Applikation kann der gesamte Viewer mit einem dahinter agierenden Client eingebunden werden.

Damit stehen in der Applikation alle Darstellungsmöglichkeiten des Scopes zur Verfügung. Für Kunden, die nur die Sammlung der Daten durch das TwinCAT Scope durchführen wollen, gibt es die Möglichkeit, den Scope-Client einzubinden. Damit steht eine Schnittstelle zur Verfügung, mit der Daten in die Applikationen gebracht, aber vielleicht nicht oder anders dargestellt werden.

In vielen Applikationen und Maschinenvisualisierungen erleichtern heutzutage Scopes die Prozessüberwachung. Daher ist bei der Entwicklung des TwinCAT Scope 2 besonderer Wert auf Integrierbarkeit gelegt worden. Schnittstellen für .Net und COM ermöglichen beispielsweise eine individuelle Implementierung des Viewers in kürzester Zeit. Die Konfiguration erfolgt dann entweder über die Schnittstelle selbst oder mittels eines Standardfiles, das durch den Viewer einfach erstellt werden kann. Dadurch wird der Programmieraufwand auf ein Minimum reduziert.

Analysemöglichkeiten im TwinCAT Scope 2

Oftmals möchte man mit der Signalanalyse bereits während einer Aufnahme beginnen, da man gewisse Verhaltensweisen beobachtet hat und nun deren Gründe erfahren möchte. Allerdings sollte die aktuelle Aufnahme, welche gegebenenfalls archiviert werden soll, nicht unterbrochen werden. Mit dem TwinCAT Scope 2 ist dies möglich, da hier explizit zwischen Start/Stop Aufnahme und Start/Stop Anzeige differenziert wird. So wird es möglich, die Anzeige anzuhalten und die Signale zu analysieren, ohne die Aufnahme, welche im Hintergrund weiterläuft, zu beenden. Des Weiteren ist es bei der Signalanalyse sinnvoll, einzelne Kanäle beliebig verschieben zu können. So kann man unterschiedliche Signale übereinander legen und auf einer Zeitachse miteinander vergleichen. Auch ist es möglich, alle Y-Achsen eines Charts untereinander zu stapeln, um die Übersicht zu verbessern. Die im Scope 2 implementierte Cursor-Funktionalität rundet die Standardanalysemöglichkeiten ab.

Für einige messtechnische Anwendungen oder im Bereich des Condition Monitorings ist es oft notwendig, nicht die reinen Zeitwerte, sondern z. B. das Spektrum oder das Cepstrum darzustellen und zu analysieren. Diese Möglichkeiten bringt das neue TwinCAT Scope 2 mit. D. h. die Berechnung des Spektrums über eine Fast-Fourier-Transformation (FFT) kann direkt im Viewer durchgeführt werden. Komplizierte Umwege über weitere Softwarekomponenten können entfallen, da alles im TwinCAT-Scope-2-Tool integriert ist. Auch weitere Algorithmen lassen sich ohne Probleme einbinden.

Der Ausblick

Das neue TwinCAT Scope 2 ist das Tool für Ingenieure der Automatisierungstechnik. Zeitliche Verläufe können bis zu µs-Auflösung dargestellt werden. Eine komfortable Bedienung macht das Konfigurieren eines Scopes sehr einfach. Schnittstellen für SPS-Programmierer erlauben die Bedienung des ScopeServers aus dem SPS-Programm heraus.

Komponenten des Scopes können aber auch in eigenen Visualisierungen verwendet werden. Dadurch lassen sich Kosten und Aufwand im Bereich der Prozessüberwachung und Prozessdokumentation sparen.

TwinCAT Scope 2 ist aber auch das Tool für Messtechniker. Die günstige Hardware und die Möglichkeit, Filter einfach im Viewer zu integrieren, prädestinieren das Scope 2 für messtechnische Applikationen ebenso wie für Condition Monitoring.

SPS/IPC/DRIVES 2009: Halle 7, Stand 406

Dr. Josef Papenfort, Produktmanager TwinCAT, Beckhoff Automation, Verl

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