Etventure Studie

Unternehmen erwarten mehr Jobs durch Digitalisierung

| Redakteur: Melanie Krauß

Der Großteil der deutschen Unternehmen hat erkannt, dass es in Sachen Weiterbildung noch Nachholbedarf gibt und bereitet seine Mitarbeiter auf die anstehenden Veränderungen durch die digitale Transformation vor.
Der Großteil der deutschen Unternehmen hat erkannt, dass es in Sachen Weiterbildung noch Nachholbedarf gibt und bereitet seine Mitarbeiter auf die anstehenden Veränderungen durch die digitale Transformation vor. (Bild: gemeinfrei (Pixabay: Jeshoots) / CC0)

Was bedeutet die Digitalisierung für die Arbeitsplätze und Mitarbeiter in deutschen Großunternehmen? Diese Frage versucht Etventure gemeinsam mit der GfK in einer Studie zu beantworten.

Führt die Digitalisierung in Deutschlands Großunternehmen zu einem Verschwinden von Arbeitsplätzen oder werden neue entstehen? Unter Wissenschaftlern wird darüber noch gestritten. Zusammen mit der GfK hat Etventure Digitalberatung und Company Builder deshalb 2000 Großunternehmen in Deutschland selbst antworten lassen.

Das Ergebnis der Studie „Digitale Transformation 2018“ zeigt: Eine überwältigende Mehrheit von über 80 % der Unternehmen erwartet stabile bis positive Arbeitsplatzeffekte. Mehr als jeder vierte Konzern oder große Mittelständler (26 %) prognostiziert sogar einen Zuwachs an Arbeitskräften und die Mehrheit von 57 % geht von einer gleichbleibenden Anzahl aus. Nur 17 % sehen dagegen einen Jobabbau voraus. In der Vorjahresstudie hatten noch 20 % einen Abbau von Arbeitsplätzen vorhergesagt und damit die Zahl der Optimisten (19 %) knapp überwogen.

„Die Studienergebnisse zeigen, dass sich die Sicht der deutschen Unternehmenslenker auf die Digitalisierung zunehmend ins Positive wandelt. Wichtig ist es nun, dass auch die Mitarbeiter für das Thema begeistert und bei diesem Veränderungsprozess mitgenommen werden. Neben der Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle ist das die zentrale Herausforderung für die erfolgreiche Bewältigung der digitalen Transformation“, erklärt Philipp Depiereux, Gründer und Geschäftsführer von Etventure. Der Digitalberatung zufolge sind Digitalisierungsprojekte keine Technologieprojekte, sondern Business-Transformationsprojekte. Sie beträfen das gesamte Unternehmen und seine Kultur, da der Wandel nicht von Technologien, sondern von Menschen angetrieben werde.

Mitarbeiter nicht ausreichend qualifiziert für die Digitalisierung

Doch eben an diesem Punkt sehen die befragten Unternehmen noch großen Nachholbedarf. Gerade einmal 38 % – und damit sogar 4 % weniger als noch im Vorjahr – halten ihre aktuelle Belegschaft für ausreichend qualifiziert für die Veränderungen durch die digitale Transformation.

„Die Digitalisierung führt zu neuen Anforderungen an die Mitarbeiter und schafft völlig neue Jobprofile. Deshalb müssen Unternehmen schon heute massiv in die digitale Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren, um sie auf diesen Wandel vorzubereiten“, so Philipp Depiereux.

Um die Mitarbeiter entsprechend auf die kommenden Herausforderungen vorzubereiten, nutzen bereits 79 % der befragten Unternehmen Weiterbildungsprogramme für Mitarbeiter zur Vermittlung von digitalem Know-how und agilen Methoden. Außerdem organisiert knapp die Hälfte (46 %) der Unternehmen interne Ideenwettbewerbe für die Mitarbeiter und fördert gezielt das unternehmerische Engagement der Mitarbeiter (44 %). Nur knapp ein Viertel (26 %) der Unternehmen ermöglicht es hingegen den Mitarbeitern, temporär in anderen Unternehmensbereichen mitzuarbeiten, die für die Digitalisierung zuständig sind. 22 % der Befragten gaben an, dass die Mitarbeiter die Möglichkeit erhalten, zeitweise an Digitalprojekten außerhalb des Unternehmens mitzuarbeiten und Erfahrungen mit Start-ups auszutauschen.

„Mitarbeiter müssen die Zusammenhänge begreifen, müssen neue Arbeitsweisen und Methoden kennenlernen und verstehen, was die Digitalisierung für ihren Arbeitsalltag bedeutet. Das gelingt nicht durch die Vermittlung von theoretischem Wissen, sondern vor allem durch Learning by Doing“, erklärt Dorothea von Wichert-Nick, Geschäftsführerin der Etventure GmbH.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Partnerportal Maschinenmarkt.de.

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