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Studie Unternehmen investieren in energieeffiziente Logistik

| Redakteur: Carina Schipper

Die deutsche Transport-und Logistikbranche setzt auf Sparen, wie aus einer Umfrage des Lehrstuhls für Fördertechnik Materialfluss Logistik (fml) der Technischen Universität München (TUM) hervorgeht. 75 % der befragten Unternehmen hätten bereits Maßnahmen für mehr Energieeffizienz und CO2-Neutralität umgesetzt.

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Energiekosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen wirken für 86 % der Befragten als Anreiz ihre Lagerhaltung zu verbessern.
Energiekosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen wirken für 86 % der Befragten als Anreiz ihre Lagerhaltung zu verbessern.
(Bild: Nick Saltmarsh, CC BY 2.0, flickr.com)

Die Ergebnisse der Erhebung zeigen, dass über 80 % der Befragten die Themen für ihre Logistikanlagen und -gebäude als wichtig bis sehr wichtig einstufen. Trotzdem sei es noch ein weiter Weg, zumal bei der Vielzahl an Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz noch großes Potenzial auszuschöpfen ist, heißt es aus München. Wurden Maßnahmen bei den Befragten umgesetzt, seien Energiekosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen für 86 % der Befragten der wichtigste Grund und Motivator. Gut die Hälfte benennt Umweltbewusstsein und unternehmerische Verantwortung als Treiber zum Handeln. Für 14 Befragte funktionieren Kundenanforderungen als Motivator für energieeffiziente Logistikanlagen und -gebäude.

Zu lange Amortisationszeiten bremsen

Hemmnisse, die eine Umsetzung von Maßnahmen erschweren oder gar verhindern, liegen insbesondere in zu hohen Amortisationszeiten. Diese stellen den Forschern zu Folge 40 % der befragten Unternehmen vor eine große Herausforderung. Wegen einer fehlenden Wirtschaftlichkeit nimmt ein Drittel der Befragten keine Maßnahmen in Angriff. Auch Informationsdefizite wirken hemmend. Diese verhindern bei 45 % eine Realisierung von Verbesserungen. Wurden Maßnahmen bei den Unternehmen durchgeführt, stelle das fehlende Wissen über Maßnahmen und deren Planung nur noch 21 % der Befragten vor Herausforderungen, berichten die Wissenschaftler. Hier sähen die Befragten dann die größten Hürden bei einer nicht gegebenen Wirtschaftlichkeit sowie einer hohen Komplexität die bestehenden Anlagen und Prozesse energetisch zu optimieren. Auf Grundlage des festgestellten Umsetzungsstandes und der vorherrschenden Hemmnisse identifiziert die TUM drei Handlungsfelder: Die Akzeptanz muss wachsen und Unternehmen müssen die Notwendigkeit zu Sparmaßnahmen erkennen. Wissen und Methoden zur Umsetzung müssen den Betrieben zur Verfügung stehen. Die Firmen müssen ihr Denken hin zu einer nachhaltigen Bewertung mit Lebenszyklusbetrachtungen wandeln.

Die vollständige Studie lässt sich auf der Homepage des Instituts herunterladen.

Bild: Nick Saltmarsh, CC BY 2.0, flickr.com

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