Wirtschaft US-Zolldeal trifft Maschinenbau härter als erwartet

Quelle: Sandro Kipar 1 min Lesedauer

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Der von der EU-Kommission gefeierte 15-Prozent-Zolldeal mit den USA entpuppt sich für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau als existenzielle Bedrohung.

Der VDMA fordert in einem offenen Brief die EU-Kommission dazu auf, sich für Verbesserungen des Zolldeals einzusetzen.(Bild: ©  peterschreiber.media - stock.adobe.com)
Der VDMA fordert in einem offenen Brief die EU-Kommission dazu auf, sich für Verbesserungen des Zolldeals einzusetzen.
(Bild: © peterschreiber.media - stock.adobe.com)

Die Europäische Kommission hat den jüngsten Zollkompromiss mit den USA als Entscheidung für „Stabilität und Berechenbarkeit“ bezeichnet. Doch für viele Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus erweist sich die Vereinbarung laut VDMA als Risiko. Zwar gelte nun für zahlreiche EU-Produkte ein fester Zollsatz von 15 Prozent. Gleichzeitig haben die USA jedoch die Liste jener Waren deutlich erweitert, die weiterhin unter die wesentlich höheren Stahl- und Aluminiumzölle fallen, so der Verband.

Damit unterliegen inzwischen rund 30 Prozent der EU-Maschinenexporte in die USA einem Aufschlag von 50 Prozent auf den Metallanteil. Betroffen sind Schlüsselprodukte wie Motoren, Pumpen, Roboter sowie Land- und Baumaschinen. Hinzu kommt: Die Liste wird alle vier Monate überprüft und kann jederzeit wachsen – etwa um Drohnen oder Windkraftanlagen. Von Planungssicherheit, wie die Kommission betont, kann damit keine Rede sein, heißt es weiter.

Neben den finanziellen Belastungen trifft die Unternehmen auch ein erheblicher Bürokratieaufwand. Nachweise über Schmelzherkunft, Gussteile und Metallgehalte seien für viele Mittelständler kaum zu erbringen.

Der Maschinenbauverband VDMA warnt daher vor einer existenziellen Bedrohung. VDMA-Präsident Bertram Kawlath forderte in einem offenen Brief von der EU-Kommission, sich mit Nachdruck für Ausnahmen von den US-Zöllen einzusetzen. Andernfalls drohe dem exportstarken Industriezweig eine neue Welle von Unsicherheit – mit gravierenden Folgen für den transatlantischen Handel.

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