Azubi-Kampagne VDMA startet Kampagne für Nachwuchs

Redakteur: Robert Horn

Der VDMA hat eine Kampagne gestartet, die junge Menschen für den Maschinen- und Anlagenbau begeistern soll. Herzstück ist neben der Zusammenarbeit mit Mitgliedsunternehmen eine Website, auf der Jugendliche und Firmen direkt zusammentreffen.

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Mit der Initiative „Talentmaschine“ will der VDMA junge Menschen für den Maschinenbau begeistern.
Mit der Initiative „Talentmaschine“ will der VDMA junge Menschen für den Maschinenbau begeistern.
(Bild: VDMA)

Junge Menschen für Technik und den Maschinen- und Anlagenbau begeistern: Mit diesem Ziel lanciert der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) die zweijährige, bundesweite Azubikampagne „Talentmaschine“. Den offiziellen Startschuss gab Präsident Dr. Reinhold Festge heute gemeinsam mit dem Kampagnenmaskottchen „Talentmaschine“ in Frankfurt. Die Kampagne soll zukünftig beim Nachwuchs für die technischen Ausbildungsberufe werben.

„Demografisch bedingt sinken die Schülerzahlen, gleichzeitig hält der Trend zur Akademisierung an. Auszubildende zu finden, wird immer schwieriger – auch im Maschinen- und Anlagenbau“, sagte Festge. „Mit der Azubikampagne möchte der VDMA dieser Herausforderung begegnen und seine Mitgliedsunternehmen bei der Nachwuchsgewinnung aktiv unterstützen.“

Mit Praktika die eigenen Interessen ausloten

Dabei lohnt es sich, neue Wege zu gehen. „Die vom VDMA beauftragte Impuls-Studie ‚Nachwuchs für technische Ausbildungsberufe im Maschinenbau‘ hat gezeigt, dass Praktika das wichtigste Recruiting-Instrument im Maschinen- und Anlagenbau sind“, erläuterte Dr. Jörg Friedrich, Leiter der VDMA-Abteilung Bildung. Demnach haben sich rund zwei Drittel der befragten Auszubildenden durch die Erfahrungen während eines Praktikums für eine technische Ausbildung entschieden. Ein besonderes Anliegen der Kampagne, sagte Friedrich, sei es daher, Schülerinnen und Schülern mit einem breiten Angebot an Praktika die Möglichkeiten aufzuzeigen, Betriebspraxis zu erfahren und „Jobs in echt“ kennenzulernen.

Präsident Festge ergänzte: „Uns ist durchaus bewusst, dass wir unsere Mitgliedsunternehmen mit diesem Anliegen in die Pflicht nehmen.“ Daher suche man über eine Telefonaktion das persönliche Gespräch: „Wir möchten erfahren, was unsere Mitglieder bewegt, wie die Nachwuchsgewinnung bei ihnen funktioniert und wo wir sie unterstützen können. Insbesondere möchten wir sie dazu motivieren, auf unserer neuen Nachwuchsplattform talentmaschine.de Präsenz zu zeigen und sie für ihr Recruiting zu nutzen“, sagt Festge.

Treffpunkt Internet

Der Webauftritt ist die zentrale Plattform der Kampagne. Hier finden Jugendliche nicht nur Informationen zu den vielfältigen Berufsmöglichkeiten im Maschinen- und Anlagenbau, sondern mit der integrierten Jobsuchmaschine auch gleich das passende Unternehmen für ein Schülerpraktikum oder eine Ausbildung. Für Unternehmen wartet das Kundencenter hinter talentmaschine.de mit einem breiten Angebot auf: Neben der Möglichkeit, sich mit Firmenprofilen auf der Plattform zu präsentieren und alle Stellenanzeigen zentral zu verwalten, gibt es hier auch Tipps zur erfolgreichen Gestaltung von Praktika, Best Practices zum Nachlesen und Informationen zu Azubischulungen: Denn im Rahmen der Kampagne bietet der VDMA seinen Mitgliedsunternehmen auch die Möglichkeit, Auszubildende in regionalen Workshops fit zu machen für den Einsatz als Azubi-Mentoren – in Schulen, auf Karrieretagen, bei Messen oder auch im Rahmen von Schülerpraktika.

Talentmaschine.de ist sicherlich Herzstück der Kampagne und wesentlicher Anlaufpunkt für Unternehmen wie für Jugendliche. Ein großes Highlight ist jedoch das Kampagnenmaskottchen, das der VDMA von einem der bekanntesten Puppenbauer Deutschlands hat anfertigen lassen“, erläuterte Abteilungsleiter Friedrich. In Zukunft werde die personifizierte Talentmaschine verstärkt auf YouTube und Instagram unterwegs sein – also dort, wo sich diejenigen verstärkt aufhalten, die die Kampagne in erster Linie erreichen möchte: nämlich die jungen Menschen.

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