Engineering-Plattformen
Smarte Programmierung für intelligente Fertigungsanlagen

Von Ralf Steck, freier Fachjournalist für die Bereiche CAD/CAM, IT und Maschinenbau in Friedrichshafen 4 min Lesedauer

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Angesichts der zunehmenden Komplexität ist es sinnvoll, auf Engineering-Plattformen zu setzen, die den Aufbau moderner, umfassender Fertigungsautomationslösungen stark vereinfachen. Zudem ermöglichen sie den Brückenschlag von der OT, der Operational Technology der Fertigung, zur IT, der Informationstechnologie der Verwaltungsebene.

Maschinensteuerungen haben sich in den letzten Jahren sehr verändert. (Bild:  Robert Kneschke - stock.adobe.com)
Maschinensteuerungen haben sich in den letzten Jahren sehr verändert.
(Bild: Robert Kneschke - stock.adobe.com)

Die Steuerung einer Maschine zu programmieren, war schon immer ein komplexes Unterfangen. Zwar bot schon die SPS-Programmierung, wie sie in der Norm IEC 61131-3 definiert ist, die Möglichkeit, grundlegende Softwarebausteine wiederzuverwenden. So musste nicht jedes Mal die Ansteuerung eines Schrittmotors neu programmiert werden, sondern die Ansteuerung wurde als Funktionsblock definiert, der über vordefinierte Schnittstellen Informationen entgegennimmt und ausgibt.

Funktionsblöcke zusammenfügen

Mit wachsender Komplexität der Maschinen wurde diese Abstrahierung von Modulen vorangetrieben, im Sinne des derzeit so aktuellen Low Code/No Code-Ansatzes. Statt also Zeile für Zeile mühsam in Code zu schreiben, fügt man Funktionsblöcke zusammen, verknüpft Ein- und Ausgänge und definiert Bedingungen und Ablaufe zwischen diesen Blöcken. Statt eines einfachen Editors erfordern solche Systeme entsprechend komplexere Softwareentwicklungsplattformen.