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Analoge Signalwandler

Viele Funktionen auf Sechs-Millimeter-Modul

| Redakteur: Ines Stotz

Der anhaltende Trend zur Miniaturisierung sorgt für Platz- und damit Kostenersparnis im Schaltschrank. Dafür hat Weidmüller erstmalig eine Signalvervielfachung mit Sensorversorgung in nur sechs Millimeter Baubreite realisiert. Die bereits vierte Generation von Analogwandlern umfasst Passivtrenner, universelle Temperatur-Messumformer, DC-Trennverstärker und Signalverdoppler.

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Weidmüller bietet eine neu entwickelte Produktfamilie in 6 mm Baubreite zum Wandeln und Trennen von analogen Signalen. Detail: Die Kontaktierung zum Tragschienenbus erfolgt zuverlässig durch fünf voll galvanisierte und teilvergoldete Twin-Bogenkontakte
Weidmüller bietet eine neu entwickelte Produktfamilie in 6 mm Baubreite zum Wandeln und Trennen von analogen Signalen. Detail: Die Kontaktierung zum Tragschienenbus erfolgt zuverlässig durch fünf voll galvanisierte und teilvergoldete Twin-Bogenkontakte
( Bild: Weidmüller )

Signalwandler kommen sowohl in der Prozessautomation als auch im Maschinen- und Anlagenbau zum Einsatz — überall dort wo es gilt, Parameter wie Temperatur, Druck, Füllstand, Durchflussmengen, Gewicht oder Geschwindigkeit als Teil eines kontinuierlichen Produktionsprozesses zu messen oder zu überwachen. Die Prozesssignale, die aus dem Feld in den Schaltschrank gelangen, müssen zum Schutz der Steuerung vor elektrischen Störimpulsen galvanisch getrennt und zur Verarbeitung ggf. gewandelt werden. Dies umfasst die Wandlung von Thermosignalen (RTD oder TC) und speziellen DC-Signalen in Normsignale (z.B. 4-20 mA). Außerdem können Feldgeräte, die über keine eigene Stromversorgung verfügen über analoge Signalwandler mit Sensorversorgung gespeist werden. Dadurch lassen sich Kosten sparen und die Prozesssicherheit gewährleisten.

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„Weidmüller hat als Elektronik-Spezialist eine lange Tradition und war Pionier in der Entwicklung sechs Millimeter breiter Trennverstärker und Signalwandler, sagt Alexander Lucke, Produktmanager Signalwandler bei Weidmüller Interface. So brachte das Detmolder Unternehmen bereits 1989 mit der DK-Serie erste Analogwandler auf den Markt. Es folgte 1998 die MCZ-Serie, eine Weiterentwicklung der DK-Serie mit Zugfederanschluss und Querverbindungen. Drei Jahre später wurde der erste 3-Wege-Trennverstärker Microanalog entwickelt. „Mit ACT20M bieten wir jetzt aktuell eine komplett neu entwickelte Produktfamilie in dieser schmalen Baubreite zum Wandeln und Trennen von analogen Signalen an, die höchste Funktionalität mit kompakter Bauform verbindet“, berichtet der Produktmanager.

Beim Anwender sofort einsetzbar

Die Produktfamilie umfasst 1- und 2-kanalige Passivtrenner, universelle Temperatur-Messumformer und DC-Trennverstärker sowie Signalverdoppler. Acht Anschlüsse ermöglichen zusätzliche Funktionalitäten, wie die Signalvervielfachung mit Sensorspeisung. Anwender konfigurieren die Module komfortabel über DIP-Schalter oder mittels FDT/DTM-Software. Die Produkte werden werksseitig für alle möglichen Messbereiche kalibriert, dadurch ist das Gerät beim Anwender sofort einsetzbar. Die Spannungsversorgung der ACT20M-Module erfolgt über Direktverdrahtung oder den Weidmüller-Tragschienenbus.

Weltweiter Einsatz in vielfältigen Applikationen

Die Produktreihe mit Ex-Zulassung für Zone 2 greift konsequent die gestiegenen Kundenbedürfnisse auf. „Bis zu zwei Kanäle in 6 mm Baubreite führen zu einer signifikanten Platzersparnis im Schaltschrank“, betont Alexander Lucke. Hinzu kommt die hohe galvanische Trennung von 2,5 kV bei 300V Bemessungsspannung. Die hohe Messgenauigkeit von bis zu 0,05 Prozent, der weite Spannungsversorgungsbereich von 16,8 bis 31,2 V und der große Temperaturbereich sorgen für Prozesssicherheit. Die internationalen Zulassungen (cULus, ATEX Zone 2, FM Div. 2, GL, DNV) und die zulässige Ausgangsbürde bis 600 Ohm zum Ansteuern von Lasten (Schaltverstärker) gestatten den weltweiten Einsatz in vielfältigen Applikationen.

Konfigurierbar per DIP-Schalter oder FDT/DTM-Software

Je nach Funktionsvielfalt der Produkte sind die Geräte per DIP-Schalter oder mit der herstellerunabhängigen FDT/DTM-Software konfigurierbar. „Weidmüller setzt bei all seinen Software-konfigurierbaren Elektronikkomponenten auf die FDT-Technologie (Field Device Tool) und bietet mit seinem WI-Manager sowohl einen eigenen FDT-Frame als auch DTMs (Device Type Manager) für alle relevanten Geräte an“, so Alexander Lucke weiter. Die bereitgestellten DTMs lassen sich gleichfalls in beliebigen anderen FDT-basierten Frames ausführen und erlauben neben einer komfortablen Konfigurierung der einzelnen Geräte auch das Auswerten von Mess- und Diagnosedaten. Zudem ist via DTM ein angeschlossenes Gerät eindeutig identifizierbar.

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