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Harting Virtuelle und reale Produktionswelt gehen enge Verbindungen ein

| Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

Harting hatte auf der SPS IPC Drives 2014 den Fokus vor allem auf die Connectivity gelegt und aufgezeigt, welche elektromechanischen Verbindungen die Smart Factory braucht.

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Philip Harting, persönlich haftender Gesellschafter der Haring Technologiegruppe: „Industrie 4.0 ist Dreh- und Angelpunkt des technologischen Wandels.“
Philip Harting, persönlich haftender Gesellschafter der Haring Technologiegruppe: „Industrie 4.0 ist Dreh- und Angelpunkt des technologischen Wandels.“
(Harting)

In der Industrie werden reale und virtuelle Welt mit Hilfe von Cyber Physical Systems (CPS) miteinander verbunden – der reale Fertigungsprozess wird im Zuge von Smart Factories in die Welt des Internets gebracht. Die Verbindungen sind dabei vielschichtig, sie reichen vom Steckverbinder bis zur Systemintegration. „Kein Thema wird die produzierenden Unternehmen in den kommenden Jahren so beschäftigen, wie die Veränderungen der Industrie 4.0. Sie ist Dreh- und Angelpunkt des technologischen Wandels. Wir liefern für unsere Kunden dazu die individuellen Lösungen“, sagt Philip Harting, persönlich haftender Gesellschafter der Harting Technologiegruppe.

Projekt Fleximon: Harting forscht an der Fertigung der Zukunft

Mit der Verzahnung von Automation und IT werden sich Großkonzerne wie auch Mittelständler auseinandersetzen müssen, wie Harting betont. So präsentierte das Unternehmen zusammen mit der Universität Bielefeld (CoR-Lab) am Beispiel der Fleximon-Anlage Lösungen für die Smart Factory. Man konnte sich anschauen, wie flexibel die Steuerung von Fertigungssystemen in Zukunft aussehen könnte. Es folgt dem neuartigen Ansatz, einen standardisierten Arbeitsplan auf Basis von BPMN 2 (Business Process Model and Notation) direkt für die Steuerung der Arbeitsabläufe einer Maschine zu nutzen.

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Neu dabei ist der stärkere modulare Aufbau innerhalb der Zellen auf Basis von Fertigungskomponenten mit standardisierten Schnittstellen des Han-Modular Steckverbindersystems. Damit sind Grundvoraussetzungen geschaffen, um zukünftig Plug&Play-Anwendungen realisieren zu können. Eine erweiterte Maschinen-Visualisierung lässt eine bessere direkte Steuerung zu. Die Gesamtanlage ist nun über die Harting Infrastrukturboxen angeschlossen, die die Verbindungen zu den Lebensadern Power, Signal, Daten und Druckluft für jede Fertigungszelle zur Verfügung stellen und den Energiestrom überwachen. Auch diese basieren auf dem Han-Modular Steckverbindersystem und der Smart Power Network Unit.

Anschlusstechnik: schlank und schnell

Ein weiterer Schwerpunkt war das High Speed Ethernet. Für das Applikationsumfeld Gigabit und 10 Gigabit Ethernet steht nun auch eine feldkonfektionierbare M12 Steckverbinderlösung mit X-Codierung zur Verfügung. Neben der sehr einfachen Harax Schnellanschlusstechnik ist besonders die extrem schlanke Bauform hervorzuheben.

Überall dort in der Automatisierungstechnik, wo vor Ort ein Kabel schnell und sicher angeschlagen werden muss, ergeben sich Einsatzfälle für den X-kodierten, 8-poligen Har-speed M12. Bei dem Design der Schneidklemme wurde insbesondere der Aufbau der Kabel berücksichtigt. Um die Performance der Verbindung dauerhaft sicherzustellen, muss die Verdrillung eines STP-Kabels solange wie möglich beibehalten werden; sie wird tief ins Steckgesicht hineingezogen.

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