Bildverarbeitung Vision-Systeme beschleunigen die pharmazeutische Produktmarkierung und verbessern ihre Zuverlässigkeit

Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

GlaxoSmithKline musste das Vision-System für die Hochleistungs-Markierlinien modernisieren, um den Produktionsprozess in der Fabrik in Evreux zu verbessern. Das vorherige System unterstützte keine automatische Überprüfung, was eine manuelle Kontrolle durch Mitarbeiter notwendig machte. Keyence bot eine Lösung, die zuverlässiger und auch beträchtlich preiswerter als die der Wettbewerber war.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Das Vision-System für die Überwachung der Markierung besteht aus drei Videokameras. „Die Erste ist an dem anspruchsvollsten Prozessschritt beteiligt, da sie eine schwarze Lasermarkierung auf verschiedenfarbigen, plastischen Gehäusen erkennen muss: vier Farben für vier verschiedene Medikamente. Das Lesen bei den Farben Grün oder Orange ist relativ leicht. Es stellte sich jedoch heraus, dass der Vorgang aufgrund des beschränkten Kontrasts bei den Farben Blau oder Violett kompliziert ist“, erklärt Projektleiter Sylvain Bouckenooghe.

Die Lösung erfordert eine spezielle Beleuchtung: „Wir konsultierten Keyence direkt, und sie waren in der Lage, eine Lösung für unsere Probleme zu finden. Der Vertriebsingenieur schlug die notwendigen Einrichtungen, inklusive der Beleuchtung, vor. Keyence lieh uns dann die entsprechenden Geräte, sodass wir sofort sahen, dass alles perfekt funktionierte. Seitdem sind innerhalb von vier Monaten in einem 24-stündigem Drei-Schicht-Betrieb eine Million Elemente ohne einen einzigen Fehler überprüft worden.“

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Die zweite Kamera überprüft die Konzentrizität und die Position einer Markierung mit einem Toleranzbereich von etwa 0,3 mm, während die dritte Kamera die Markierung liest, um zu überprüfen, ob das Verfallsdatum korrekt gedruckt wurde. Für diese Aufgabe verwendet das Vision-System die eingebaute Texterkennung (OCR).

Ein leistungsfähige Geräte für eine zuverlässige Detektion

„Wir wussten von Anfang an, dass das System leistungsfähig genug war, um mit unseren Produktionsdurchsätzen zurechtzukommen. Und auch mit der Erkennungsstabilität sind wir sehr zufrieden. Bei Medikamenten sind die Vorgaben sehr anspruchsvoll, da wir eine Zuverlässigkeit von 99,99 Prozent nicht akzeptieren können — 100 Prozent lautet die Vorgabe“, fügt Sylvain Bouckenooghe hinzu.

Das Keyence CV-5000 sei das leistungsfähigste Stand-alone-Vision-System auf dem Markt. Zum Beispiel kann es in 20,5 ms eine Million Pixel verarbeiten. Diese Rechenleistung macht die Qualitätskontrolle in der Fertigung zuverlässiger. Sie bietet eine marktführende Systemwiederholgenauigkeit (7 × größer als der aktuelle Standard) und eine Palette von Bildbearbeitungsoptionen, welche die Genauigkeit der Prüfungen optimieren. Außerdem werden 18 Prüfungsfunktionen zur Verfügung gestellt, die den Bedarf der anspruchsvollsten Vision-Anwendungen abdecken (inklusive Shape Trax Modi und OCR).

Die Modelle der CV-5000-Serie werden von einem Hochgeschwindigkeits-Farbbild-Prozessor und einer schnellen RISC-Zentraleinheit (reduced instruction set computer) in Verbindung mit zwei DSP (digitale Signalprozessoren) zur Bildverarbeitung gesteuert. Insgesamt nutzen die Modelle vier Prozessoren, um eine parallele Datenverarbeitung und den höchstmöglichen Datendurchsatz zu erhalten. Die Zentraleinheit und die DSP sollen die doppelte Geschwindigkeit der besten Wettbewerbsmodelle am Markt erreichen.

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