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VDMA Vom Bundestag an die Werkbank

| Redakteur: Katharina Juschkat

Das VDMA-Abgeordnetenpraktikum geht in die zweite Runde – erneut können Bundestagsabgeordnete zwei Tage in ein mittelständisches Unternehmen schnuppern. Jana Schimke und Cem Özdemir machen mit dem zweitägigen Exkurs in die Welt eines Mittelständlers den Anfang.

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Der zweitägige Exkurs in die Welt eines mittelständischen Maschinenbauunternehmens soll den Abgeordneten helfen, unternehmerische Strategien in unterschiedlichen Bereichen besser bewerten zu können.
Der zweitägige Exkurs in die Welt eines mittelständischen Maschinenbauunternehmens soll den Abgeordneten helfen, unternehmerische Strategien in unterschiedlichen Bereichen besser bewerten zu können.
(Bild: gemeinfrei, pixabay.com / CC0 )

Den Maschinenbau praktisch erleben – Mit Beginn der Sommerpause geht das Format „VDMA-Abgeordnetenpraktikum“, mit dem der Verband einen Einblick in den Maschinenbaus geben will, in das zweite Jahr. Hier wird Industrie 4.0 real – und so manches bürokratisches Hemmnis erlebbar. In diesem Jahr nutzen vorerst zwei Bundestagsabgeordnete die Gelegenheit, zwei Tage in einem mittelständischen Unternehmen zu verbringen. Den Anfang macht Jana Schimke (CDU) am 9. und 10. August bei Schaeffler in Luckenwalde, Cem Özdemir (Grüne) folgt bei der EMG Automation GmbH in Wenden und Boge Kompressoren in Bielefeld.

Direkte Einblicke in den unternehmerischen Alltag

Der zweitägige Exkurs in die Welt eines mittelständischen Maschinenbauunternehmens soll den Abgeordneten helfen, unternehmerische Strategien in unterschiedlichen Bereichen besser bewerten zu können. Gleichzeitig können sie aktuelle und zukünftige politische Positionen auf die praktische Handhabbarkeit hin testen. „Wir lassen die Abgeordneten in die konkreten Unternehmensabläufe eintauchen – von der Ausbildungswerkstatt über die Produktion bis in die Leitungsrunden. Unsere Mitglieder zeigen nicht nur Praxis, bei ihnen wird der Abgeordnete Teil davon,“ erklärt VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann.

„Im Gegensatz zu gewöhnlichen Unternehmensbesuchen erhalten die Abgeordneten mit diesem Format direkten Einblick in den unternehmerischen Alltag eines mittelständischen Unternehmens. Politik ist gut beraten, wenn sie die Konfrontation mit realen Problemen und Herausforderungen nicht scheut,“ sagt Andreas Rade, Geschäftsführer des VDMA-Hauptstadtbüros. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Jana Schimke und Schaeffler erstmals ein Projekt in den neuen Bundesländern starten können. Cem Özdemir hat 2014 schon einmal ein Praktikum bei EBM-Papst absolviert und will dennoch ein zweites Mal dabei sein.“

Bürokratische Feinheiten und Industrie 4.0

Themen des Praktikums sind Wettbewerbsbeobachtung und Herausforderungen des Außenhandels, Fragen der Aus- und Weiterbildung, das Zukunftsthema Industrie 4.0, Energieversorgung, Engpässe durch die Rente mit 63, Hürden bei der Akquise von neuen und alten Fachkräften, bürokratische Feinheiten des Industriestandortes Deutschlands, Betriebserweiterungen, CSR-Aktivitäten sowie die Schwierigkeiten beim Kampf gegen Plagiate. All dies wird am Beispiel eines mittelständischen VDMA-Mitglieds offensichtlich.

Das Format „VDMA-Abgeordnetenpraktikum“ beginnt am 9. und 10. August mit Jana Schimke MdB, Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales, im Werk des Automobil- und Industriezulieferers Schaeffler. (kj)

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