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VDMA zur Hannover Messe 2014 Wachstumsprognose für 2014 bestätigt

| Redakteur: Sariana Kunze

Anlässlich der Pressekonferenz zur Hannover Messe 2014 bestätigte der VDMA-Präsident Dr. Reinhold Festge die Wachstumsprognose der Maschinen und Anlagenbauer von drei Prozent für 2014 – „Trotz aller politischer Unsicherheiten“.

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Dr. Reinhold Festge, Präsident des VDMA, sprach auf der Pressekonferenz anlässlich der Hannover Messe 2014 über die Prognosen für die deutsche Maschinenbauindustrie.
Dr. Reinhold Festge, Präsident des VDMA, sprach auf der Pressekonferenz anlässlich der Hannover Messe 2014 über die Prognosen für die deutsche Maschinenbauindustrie.
(VDMA)

Die Produktion in Deutschland stieg im Januar 2014 um 5,6 Prozent zum Vorjahresvergleich. Das sei an sich ein guter Start. „Den brauchen wir aber auch, denn unsere Produktionskapazitäten waren im Schnitt mit 84,4 Prozent nicht gut ausgelastet“, berichtete der VDMA-Präsident. Trotzdem liege die Zahl der Beschäftigten unverändert bei 993.000 Personen. Wir brauchen also positive Wachstumsraten für die deutsche Produktion in den kommenden Monaten“, betonte Festge.

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In den ersten beiden Monaten des Jahres hat sich der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau mit plus ein Prozent gegenüber dem Vorjahr nur moderat positiv entwickelt. Die Nachfrage aus dem Inland verfehlte das Vorjahresniveau um zwei Prozent. Die Auslandsorders stiegen immerhin um zwei Prozent. „Doch ein Aufschwung sieht anders aus“, sagte der VDMA-Präsident. „Während die Belastungen in Folge der Euro-Schuldenkrise zurückgehen, lässt die Wirtschaftsdynamik in den Schwellenländern nach wie vor deutlich zu wünschen übrig.“ Dort, wo das Exportgeschäft noch laufe, werde die Freude nicht selten getrübt durch die Euroaufwertung. „Zudem können wir nicht die Augen davor verschließen, dass die Geschäfts- und damit auch Prognoserisiken in den letzten Wochen eher zu- als abgenommen haben“, betonte Festge.

Deutschland zieht als Konjunkturmotor andere Länder mit

2013 lag der Umsatz bei 206 Mrd. Euro (2012: 207 Mrd. Euro). Die Exporte lagen mit 149 Mrd. Euro so hoch wie 2012. Die Importe lagen bei fast 55,8 Mrd. Euro, ein Minus von 0,7 Prozent zum Vorjahr (56,2 Mrd. Euro). Der VDMA-Präsident betonte, dass die Einfuhr aus den Euro-Partnerländern um 1,1 Prozent zulegen konnte, während die gesamten deutschen Importe von Maschinen und Anlagen ihr Vorjahresniveau um 0,7 Prozent knapp verfehlt haben. Die Einfuhr aus den EU-27-Partnerländern stieg sogar um 1,7 Prozent auf 34 Mrd. Euro. „Konkret: Wir sind für 16 von 27 EU-Partnerländern der größte Auslandsmarkt für Maschinenbauerzeugnisse. Insgesamt decken die EU-Partnerländer etwa 62 Prozent der gesamten Maschinenimporte Deutschlands ab. Deutschland ist daher bei den Importen entscheidender Konjunkturtreiber für den Maschinenbaumarkt der EU-Partnerländer. Das sollte bei der Diskussion um den deutschen Leistungsbilanzüberschuss, der ohne Frage entscheidend auch auf dem Maschinenbau beruht, gesehen werden. Deutschland zieht die Partnerländer als Konjunkturmotor mit.“ Die Importe aus Italien liegen bei 5,6 Mrd. Euro, gefolgt von Frankreich mit 4,3 Mrd. Euro, Österreich 3,6 Mrd. Euro, Tschechien 3,1 Mrd. Euro und den Niederlanden mit 2,4 Mrd. Euro.

Die Niederlande, Partnerland der Hannover Messe, sind mit einem Exportanteil von 5,2 Mrd. Euro achtgrößter Auslandskunde der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer. Fördertechnik, Präzisionswerkzeuge, Armaturen, Allgemeine Lufttechnik, Antriebstechnik, Landtechnik sowie Bau- und Baustoffmaschinen sind hier mit Lieferanteilen von über sechs Prozent an der gesamten Maschinenausfuhr in die Niederlande die wichtigsten Fachzweige. Eine ebenso bedeutende Rolle spielt das Land bei den Importen von Maschinen und Anlagen. Hier steht es an neunter Stelle. Ein Volumen von über 2,4 Mrd. Euro steht für 4,4 Prozent der gesamten deutschen Maschinenimporte.

China bleibt im Weltmaschinenbau der "Big Player"

Nach ersten Berechnungen der VDMA Volkswirte wurden 2013 weltweit Maschinen und Anlagen im Wert von 2.225 Mrd. Euro produziert. Damit wurde der Vorjahreswert von 2.230 Mrd. Euro knapp verfehlt. Deutschland ist mit 246 Mrd. Euro Umsatz und einem Anteil von elf Prozent drittgrößtes Herstellungsland. Mit einem Umsatzwert von 766 Mrd. Euro hat China einen überragenden Weltanteil von 34 Prozent. Die USA folgen mit 326 Mrd. Euro auf Platz zwei, Japan auf Platz vier mit 193 Mrd. Euro.

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