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Wärmebildkamerasystem macht Prozess- und Anlagenzustände sichtbar

| Redakteur: Philipp Weinecke

Temperaturmessungen im rauen industriellen Umfeld, zum Beispiel bei der Glasschmelze oder in Zement-Drehrohröfen, stellen die eingesetzte Messtechnik vor große Herausforderungen. Sie muss nicht nur den extrem hohen Umgebungstemperaturen standhalten, sondern auch in schmalbandigen, für die Anwendung optimierten Spektralbereichen arbeiten.

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(Bild: Dias Infrared)

Dias Infrared bietet mit den Pyronic Wärmebildkamerasystemen eine speziell auf anspruchsvolle Anwendungen in Feuerräumen ausgerichtete Lösung zur berührungslosen Temperaturmessung.

Messbereiche bis 1800°C

Die Feuerraumkamera Pyronic 768N ist eine äußerst robuste Wärmebildkamera mit einem sehr großen und durchgängigen Messbereich von 600 °C bis 1800 °C. Sie besitzt eine motorisch fokussierbare Boreskop-Optik mit Saphir-Schutzfenster. Kamera und Boreskop-Optik sind in einem wassergekühlten Edelstahl-Sondenkühlmantel untergebracht. Die IR-Strahlungseintrittsöffnung hat einen sehr kleinen Durchmesser und ist mit einer patentierten Luftspülung versehen. Damit kann der Sondenkühlmantel direkt durch eine Öffnung in der Brennraumwandung eingefahren werden. Zusammen mit einer automatischen Rückzugsvorrichtung wird gewährleistet, dass das System den hohen Temperaturen und speziellen Anforderungen am Einsatzort standhält. Der vordere Teil des Sondenkühlmantels widersteht Temperaturen um 1800 °C.

Echtzeitübertragung via Ethernet

Die Kamera arbeitet im nahen Infrarotbereich bei Wellenlängen um 1 µm. Das Wärmebildkamerasystem ist für den industriellen Dauereinsatz bei Standzeiten zwischen 2 und 10 Jahren konzipiert (je nach Einsatzbedingungen). Zur Visualisierung und Weiterverarbeitung der Messwerte werden die Thermobilder via Ethernet in Echtzeit übertragen. Zur detaillierten Auswertung der Messergebnisse dient beispielsweise die Softwarelösung Pyrosoft Professional. In Zement-Drehrohröfen wird die IR-Brennraumkamera Pyronic 768N zur Online-Temperaturüberwachung in der Sinterzone eingesetzt, um Regelgrößen für die Brennersteuerung abzuleiten.

Vorteile in verschiedenen Einsatzgebieten

Beim Einsatz in Glasschmelzöfen dient die Spezialkamera zur Temperaturmessung der Glasschmelze und zur Überwachung der Ausmauerung. Vorteile für den Anwender ergeben sich auch in Brennräumen der Chemieindustrie. Dort detektiert das Wärmebildkamerasystem unzulässige Schlackebildung und ermöglicht so optimale Wartungszyklen.

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