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Ausbau

Wago investiert rund 100 Millionen Euro in Stammsitz

| Redakteur: Katharina Juschkat

Für rund 100 Millionen Euro will Wago in den nächsten Jahren seinen Stammsitz in Minden vergrößern. Damit reagiert das Unternehmen auf eine wachsende Mitarbeiterzahl und steigenden Umsatz.

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So soll der ausgebaute Stammsitz von Wago aussehen.
So soll der ausgebaute Stammsitz von Wago aussehen.
(Bild: Wago)

Die Wago-Gruppe erweitert und modernisiert ihren Stammsitz in Minden. In den kommenden Jahren werden rund 100 Millionen Euro in das Werk an der Hansastraße und den Standort Päpinghausen fließen. Mit der Investition will das Unternehmen zukünftiges Wachstum sichern, betont Chief Financial Officer Axel Börner. Das anliegende Gelände der BVO Busverkehr Ostwestfalen GmbH hat Wago als Reservefläche für weitere Baumaßnahmen ab 2020 gesichert. „Umsatz und Mitarbeiterzahl wachsen stetig“, erklärt CFO Börner, „deshalb wollen wir die uns zur Verfügung stehenden Flächen bestmöglich nutzen.“

Neues Montagewerk und Einzelteillager auf 32.000 m²

Am Standort Päpinghausen haben die Bauarbeiten schon begonnen. Hier soll auf etwa 32.000 m² ein neues Automatenmontagewerk und ein zentrales Einzelteillager entstehen – ein Gesamtinvest von rund 50 Millionen Euro. Zusätzlich wird zum Ausbildungsbeginn 2018 eine eigene Ausbildungswerkstatt in Päpinghausen errichtet. „Um unsere gesteckten Ziele zu erreichen, braucht es nicht nur die räumlichen Kapazitäten, sondern vor allem qualifizierte Fach- und Nachwuchskräfte“, sagt Börner. Wago bildet für den eigenen Bedarf aus, für das Jahr 2019 stehen über 100 Ausbildungsplätze – zum größten Teil im Produktionsbereich – zur Verfügung.

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Aufgrund der steigenden Mitarbeiterzahl – aktuell arbeiten rund 2.500 Menschen an den beiden Mindener Standorten – baut das Unternehmen unter anderem neue Parkflächen. Auch bei den Büro- und Produktionsflächen wird modernisiert und erweitertet: Aktuell wird das älteste Bürogebäude saniert und um einen zweiten Gebäudeteil ergänzt. Außerdem startet in diesem Jahr die Erweiterung der Spritzerei mit einer Gesamtfläche von rund 5.000 m². „Unser Investitionsschwerpunkt liegt auch zukünftig klar auf unseren deutschen Werken, aber wenn wir weiter so erfolgreich am Markt agieren wollen, gelingt das nur im internationalen Zusammenspiel, um die notwendigen Kapazitäten zu schaffen“, betont der CFO. Deshalb investiere das Unternehmen auch an seinen weltweiten Produktionsstätten. So wurde zu Beginn des Jahres ein zweites Werk in Polen, unweit des bisherigen Standortes in Wróblowice eingeweiht.

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