Verbindungs- und Automatisierungstechnik Wago wächst mit Digitalisierung-Kurs weiter

Redakteur: Sariana Kunze

Die Wago-Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2017 ihren Umsatz um 13 Prozent auf 862 Mio. Euro steigern. Dieses Ergebnis sei laut der Geschäftsführung das größte Wachstum der letzten sieben Jahre. Ein Erfolgsfaktor stelle unter anderem die digitale Transformation dar.

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Von links: Jürgen Schäfer,CSO, Christian Sallach, CDO & CMO, und Sven Hohorst, CEO, präsentierten bei der Bilanz-Presskonferenz der Wago-Gruppe in Minden ein Umsatzwachstum von 13 Prozent.
Von links: Jürgen Schäfer,CSO, Christian Sallach, CDO & CMO, und Sven Hohorst, CEO, präsentierten bei der Bilanz-Presskonferenz der Wago-Gruppe in Minden ein Umsatzwachstum von 13 Prozent.
(Bild: Wago)

Anlässlich der Bilanz-Pressekonferenz in Minden verkündete die Wago-Gruppe mit 862 Mio. Euro einen neuen Umsatzrekord in der Unternehmensgeschichte. Mit diesem Ergebnis wuchs der Anbieter von elektrischer Verbindungs- und Automatisierungstechnik im Geschäftsjahr 2017 um 13 Prozentpunkte. „Uns freut besonders, dass wir unsere konstant positive Entwicklung einmal mehr bestätigt haben. Seit 2009 haben wir jedes Jahr ein Plus verzeichnet und in diesen neun Jahren den Umsatz mehr als verdoppelt“, erklärte Chief Sales Officer Jürgen Schäfer. Die Umsatzsteigerung sei auf kontinuierliches Wachstum in allen Landesmärkten zurückzuführen; bemerkenswert sei jedoch der Aufschwung in Europa. Dieser führte zu einer leichten Verschiebung der Marktanteile. Während Deutschland mit einem Umsatzanteil von 28 Prozent traditionell den wichtigsten Markt für Wago darstellt, erreicht das übrige Europa 42 Prozent. Es folgen die Märkte in Asien mit 17 Prozent und Amerika mit 12 Prozent. „Ein besonders hohes Wachstum ließ sich in Ungarn, Mexiko, der Türkei und Russland verzeichnen“, erläuterte Jürgen Schäfer. Das Unternehmen setze auch weiterhin auf eine konsequente Internationalisierung: „Mit unser aktuell gegründeten Vertriebsgesellschaft in Kanada sind wir mit nunmehr 29 eigenen Gesellschaften und über 80 Vertretungen weltweit für unsere Kunden vor Ort.“

Produktneuheiten zur Hannover Messe 2018

„Als Markführer für elektrotechnische Produkte mit Federanschlusstechnik präsentieren wir in diesem Jahr eine Weltpremiere auf der Hannover Messe“, kündigt Chief Executive Officer Sven Hohorst an. Neue Interface-Produkte erhöhen die Anwendungsvielfalt bei Stromversorgungen, Energiemesstechnik und Signalwandlung. „Unser Automatisierungsportfolio ist die Basis für zahlreiche Applikationen im Digitalisierungsumfeld wie Monitoring, Cloud-Connectivity, Gebäudeautomation oder Smart Grid“, so Sven Hohorst.

Wago investiert knapp 100 Mio. Euro

Um das strategisch angestrebte Wachstum zu gewährleisten, investiert das Unternehmen auch weiterhin intensiv in seine Zukunftsfähigkeit. Das Investitionsvolumen betrug 2017 knapp 100 Mio. Euro, von denen 60 Prozent in Deutschland investiert wurden. Der Schwerpunkt lag bei der Automatisierung von Maschinen und Anlagen in der Fertigung. Für das aktuelle Geschäftsjahr plant die Wago-Gruppe, die Investitionen auf über 100 Mio. zu steigern. „Dabei wird der Investitionsschwerpunkt mit einem Anteil von etwa 70 Prozent erneut in Deutschland liegen. Die größten Projekte sind dabei Erweiterungen im Bereich Produktion und Bürogebäude am Standort Minden“, erläuterte Sven Hohorst.

Rückgrat der vernetzen Welt sein

Die digitale Transformation ist für die Wago-Gruppe ein wichtiger Erfolgsfaktor in der strategischen Ausrichtung. Chief Digital Officer & Chief Marketing Officer Christian Sallach erläuterte im Rahmen der Pressekonferenz das Vorgehen des Unternehmens. „Wir sehen Herausforderungen und Chancen in der Digitalisierung, die wir sehr ernst nehmen und denen wir begegnen. Deshalb ist das Thema bei uns fest in der Organisation verankert, sowohl auf Geschäftsleitungsebene als auch mit einer eigenen Einheit, die sich inhaltlich nur darauf fokussiert.“ Wago setzt auf eine ganzheitliche Betrachtung der digitalen Transformation – von Geschäftsmodellen über Prozesse bis hin zur Unternehmenskultur. Dazu habe man ein ganzheitliches Framework entwickelt, das alle Aspekte strategisch abbilde. „Auf dieser Basis arbeiten wir mit Partnern an konkreten Projekten“, so Christian Sallach. Das Unternehmen vernetzt sich mit Start-ups, Forschungsclustern und Hochschulen und arbeitet auch mit Global Playern wie etwa Microsoft zusammen. Neben der individuellen Wissensvermittlung für jeden einzelnen Mitarbeiter spielen diese Projekte und Kooperationen auch eine wichtige Rolle dabei, umfassendes Digitalwissen im Unternehmen zu verankern.

Der Mindener Mittelständler verfolgt die Vision, das Rückgrat einer intelligent vernetzten Welt zu sein. Dabei werden sowohl Veränderungen im Kundenverhalten und Wettbewerbsumfeld als auch neue Technologien als die Haupttreiber der Digitalisierung betrachtet. „Gemeinsam mit unseren Kunden stellen wir uns den Herausforderungen der Digitalisierung; dabei geht es nicht um die technologischen Möglichkeiten als Selbstzweck, sondern um den Mehrwert, den wir in der Partnerschaft generieren können“, so Sallach. Im Wettbewerbsumfeld stehen mögliche neue Akteure und Angebotsmodelle im Fokus. „Auch hier gilt, dass wir Chancen für konstruktive Partnerschaften sehen und diese auch schon nutzen“, erläutert Sallach.

Digitalisierungsprojekte von Wago

„Wir stehen bei Wago für Offenheit der Systeme, der Schnittstellen, der Applikationen. Nur so können wir unserer Vision einer smarten Vernetzung gerecht werden“, erklärt Christian Sallach. Dass es dabei nicht nur um eine Vision, sondern schon gelebten Wandel geht, zeigte er bei der beispielhaften Vorstellung von bereits realisierten Cloud-Connectivity- und Cyber-Security-Projekten mit Correct Power Institute und den Stadtwerken Osnabrück.

Hannover Messe: Halle 11, Stand C72

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