Antriebstechnik

Warum sich für die mobile Automation ein Umstieg auf elektrische Antriebe lohnt

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Offenheit durch Standardprotokoll

Systemanbieter Jetter offeriert dem Anwender ein komplettes, aufeinander abgestimmtes System – bestehend aus Controller, Bediengerät und Antriebsstrang. Der Doppelumrichter lässt sich jedoch über den in der mobilen Automation etablierten CAN-Bus an Fremdsysteme anbinden. Zur Kommunikation steht das Protokoll CANopen zur Verfügung.

Die Kombination von JetMove 5000 und einem Controller von Jetter bietet dem Anwender den Vorteil, dass er für die Erstellung des Anwenderprogramms die Hochsprache JetSym STX verwenden kann. Diese Programmiersprache für Automationsanwendungen erleichtert die Anbindung des Doppelumrichters und unterstützt den Programmierer mit einem antriebsspezifischen Befehlsumfang.

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Vom Labor an die Maschine

Die Lastverhältnisse eines Antriebs für industrielle Anwendungen lassen sich in den meisten Fällen relativ exakt berechnen. In der mobilen Automation und hautsächlich bei landwirtschaftlichen Anwendungen gestaltet sich die Auslegung eines Antriebsstrangs meist schwieriger, da sich die Parameter, etwa die Bodenbeschaffenheit, auch während des Betriebes dynamisch ändern.

Unternehmen, welche auf elektrische Antriebstechnik umsteigen und darin Erfahrungen sammeln möchten, unterstützt Jetter mit einem neu entwickelten und komplett ausgerüsteten Starter-Kit. Weitere mögliche Nutzer sind Institute, Hochschulen und Universitäten oder Unternehmen mit Engineering-Dienstleistungen.

Das gesamte Starter-Kit ist direkt auf einer mit Rollen ausgerüsteten Werkbank installiert und für den Anwender sofort betriebsbereit. Folgende Komponenten sind im Lieferumfang enthalten:

  • Netzgleichrichter 40 kW oder 80 kW (durch „Umklemmen“ auch Gleichstromversorgung möglich);
  • Steuerung JCM-350-03 und Bedieneinheit BTM012
  • bis zu drei Doppelumrichter JetMove 5000;
  • Kühlung für Umrichter und Motoren;
  • Schütz, Not-Aus, Stromversorgung etc.;
  • zwei bis sechs Motoren.

Mit dem Starter-Kit können Anwender schrittweise das Entwicklungsprojekt vom Labor bis zur Maschine abarbeiten.

  • Schritt 1: Schreiben, Testen und Simulieren der Programme im Labor. Dazu kann der Steuerteil abgenommen und auf den Labortisch gestellt werden.
  • Schritt 2: Für den „Trockenlauf“ werden die Motoren von der Werkbank abgenommen und an die Maschine montiert. Der Steuerteil des Starter-Kits kann dafür neben das Implement gestellt werden. Die Stromversorgung erfolgt aus dem Netz. Für den „Trockenlauf“ ist kein Traktor oder PTO (Power take-off, englisch für "Nebenabtrieb") notwendig.
  • Schritt 3: Für den Feldtest lässt sich das Steuerteil auf die Maschine montieren. Die Stromversorgung erfolgt über einen AEF-Stecker vom Traktor oder PTO aus.

Für Unternehmen, die auf elektrische Antriebstechnik umsteigen möchten, lohnt sich die Investition in ein Starter-Kit, da sie einen wesentlichen Teil der Entwicklung und der Tests bereits auf der Werkbank erledigen können.

* Andreas Leu, Technisches Marketing und Seminare, Jetter

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