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Warum USB3 Vision wichtig für den Bildverarbeitungsmarkt ist

| Autor/ Redakteur: Horst Mattfeldt, Uwe Hagmaier, Stefan Battmer, Ulli Lansche* / Dipl. -Ing. Ines Stotz

Zur VISION 2009 haben die ersten Kamerahersteller USB 3.0 Machbarkeitsstudien präsentiert. Zur VISION 2011 wurden die ersten fertigen USB 3.0 Kameras vorgestellt, während parallel ein Kick-off-Meeting zum kommenden Standard USB3 Vision stattfand. Aber wie passt das zusammen? Können einige Hersteller hellsehen oder gehen diese Hersteller ihre eigenen Wege? Warum wird dann überhaupt ein USB Vision Standard benötigt? Experten von Matrix Vision bringen Licht ins Dunkel und zeigen, warum USB3 Vision wichtig für den Bildverarbeitungsmarkt ist.

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Matrix Vision‘s zukünftige USB3 Vision Kamerafamilie mvBlueFOX3
Matrix Vision‘s zukünftige USB3 Vision Kamerafamilie mvBlueFOX3
(Bilder: Matrix Vision)

Eines vorneweg: Alle Bildverarbeitungs (BV)-Kamerahersteller sind sich in dem Punkt einig, nämlich dass die für 2012 angekündigten Sensoren schnellere Kameras mit höheren Auflösungen ermöglichen und dadurch auch größere Bandbreiten zwingend erforderlich sind. USB 3.0 bietet im SuperSpeed-Modus eine Symbolrate von 5000 Mbit/s an und hievt damit die nächste Generation der erfolgreichen Standardschnittstelle auf die Ebene der anderen aktuellen und zukünftigen BV-Consumer-Schnittstellen (siehe Tabelle).

Aktuelle Marktverbreitung

Laut AIA Marktstudie von 2010, hatten digitale Kameras einen Marktanteil von knapp 50 Prozent im Machine Vision Sektor. Von diesen waren wiederum ca. 40 Prozent FireWire-Kameras (IEEE1394), 30 Prozent GigE Vision Kameras, 16 Prozent CameraLink Kameras und 14 Prozent Kameras mit anderen Schnittstellen, wobei davon ausgegangen werden kann, dass es sich hierbei hauptsächlich um USB 2.0 Kameras handeln dürfte. Ohne Frage dürfte die Verbreitung von USB-Kameras in anderen Bereich der Bildverarbeitung wie der Medizin um Einiges höher sein.

Warum USB 3.0-Lösungen?

Es fällt auf, dass trotz der hohen Verfügbarkeit der USB-Schnittstelle, diese nur einen unterproportionalen Marktanteil erobern konnte. Viele Hersteller führen dies auf den fehlenden Standard zurück. Belegt werden kann dies ganz nüchtern durch die Marktzahlen: die GigE Vision-Schnittstelle und deren Kameras verzeichnen aktuell die größten Wachstumsraten – kein Ende in Sicht.

Es stellt sich also die Frage, warum überhaupt USB 3.0-Lösungen? Der Bildverarbeitungsmarkt ist sehr heterogen und daher gibt es auch Einsatzbereiche für USB 3.0. Die kleinen USB-Kameras eignen sich für Anwendungen mit kurzen Distanzen, wie dies in der Medizintechnik oder Mikroskopie der Fall ist, ebenso für einfach skalierbare Mehrkameralösungen, um nur einige Beispiele zu nennen. Gerade für letztere hat der USB 3.0 Standard durch bidirektionale Kabel und das Wegfallen des Geräte-Pollings ideale Voraussetzungen geschaffen und ist folgerichtig eine perfekte Alternative zu FireWire. Obendrein macht die hohe Verfügbarkeit die USB-Schnittstelle sehr attraktiv. Schätzungen gehen davon aus, dass USB 3.0 in den nächsten zwei Jahren bei den meisten Systemen „Out-of-the-box“ mit dabei ist.

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