Condition Monitoring

WEAs kontrolliert überwachen - und dabei kräftig sparen

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Ehrgeiziges Umbauprojekt mit Condition-Monitoring-Lösungen

In einem Retrofit-Projekt wurden aktuell mehr als 1.300 WEA in fünf europäischen Ländern und den USA mit den Condition-Monitoring-Lösungen von Bachmann ausgerüstet. Dabei verantwortet das Unternehmen nicht nur die Lieferung der maßgeschneiderten Lösungen, sondern das gesamte Projekt- und Risk Management, die Installation, Abnahme und Inbetriebnahme vor Ort.

„Die Aufgabe ist gleichermaßen technisch wie logistisch herausfordernd“, wie Dr. Steffen Biehl, Geschäftsführer von Bachmann Monitoring, erzählt. Sieben verschiedene Turbinentypen gilt es innerhalb eines Jahres umzurüsten, wobei die Umbau- und Inbetriebnahmezeiten auf das Minimum beschränkt bleiben müssen.

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Eine der wichtigsten und zugleich umfangreichsten Aufgaben war hierbei das Risk Management für die Installation vor Ort. „Dabei geht es vor allem um den Schutz der handelnden Personen, darum, Unfällen vorzubeugen und einen möglichst reibungslosen Umbau zu ermöglichen“, wie Dr. Biehl erläutert. In einer detaillierten Checkliste wurden deshalb alle möglichen Gefahren erfasst, bewertet und im Vorfeld mit entsprechenden Maßnahmen belegt. Bis zu zehn Teams arbeiteten parallel, die mit entsprechenden Schulungen auf ihre Aufgabe vorbereitet wurden. „Dies war besonders anspruchsvoll, denn jedes Land und jeder Betreiber hat eigene Richtlinien und Gesetze – und jede Anlage ihre Besonderheiten, die es zu beachten gilt“, so Dr. Biehl.

Herausforderndes Informationsmanagement

Bei der Komplexität solcher Projekte ist neben der termin- und anlagengerechten Installation vor Ort vor allem das Datenmanagement eine Herausforderung. Benötigt werden lückenlose Dokumentationen der eingesetzten Komponenten und detaillierte Installations- und Abnahmeprotokolle. Bachmann hat dazu eine eigene Kommissionierungs-App für Smartphones und Tablets entwickelt, welche die geführte Dokumentation jedes Arbeitsschrittes ermöglicht.

In der App werden zunächst durch das Installationsteam vor Ort alle Turbinendaten erfasst und der Standort der Anlage automatisch mit seinen GPS-Koordinaten identifiziert. Anschließend dokumentiert der Techniker die Seriennummern der verwendeten Komponenten, deren Einbauort und bei den installierten Sensoren auch die Einbaulage. Zusätzlich werden die Montagen bereits in der App mit Fotos hinterlegt.

„Darauf können dann zum Beispiel später die Spezialisten im Monitoring Center zugreifen, so die Situation vor Ort beurteilen und etwaige Unregelmäßigkeiten im Betrieb leichter zuordnen“, beschreibt der Geschäftsführer. Sogar das EIP, das „End of Installation Protocol“, wird gleich vor Ort – in der App – vom Techniker und dem Verantwortlichen unterschrieben und im Anschluss an eine zentrale Datenbank gesendet.

Für die Zukunft (nach)gerüstet

Trotz mancher Herausforderung – unterwegs - wurde der ehrgeizige Zeitplan der Nachrüstung eingehalten, nicht zuletzt auch dank einer wirklich guten Zusammenarbeit mit allen Vor-Ort-Verantwortlichen. „Unter Berücksichtigung der saisonalen Rahmenbedingungen lassen sich nun Wartungstermine, Personal und Material kostenoptimal planen“, wie Steffen Biehl erklärt. „Mittelfristig helfen die Ergebnisse aus dem CMS zudem, Instandhaltungsstrategien zu verbessern und die zu erwartenden Betriebskosten einer Anlage klarer zu prognostizieren. Damit lassen sich entstehende Defekte frühzeitig erkennen und mögliche Folgeschäden, welche einen längeren Ausfall der Anlage bedeuten würden, verhindern.“

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