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Gebäudetechnik Webbasierte Prozessvisualisierung sorgt für eine flexibel nutzbare Stadthalle

Autor / Redakteur: Ellen-Christine Reiff, Alex Homburg* / Dipl. -Ing. Ines Stotz

Mit der neuen Stadthalle hat die im Neckar-Odenwald-Kreis gelegene Stadt Buchen einen attraktiven, vielseitig nutzbaren Veranstaltungsort geschaffen. Die Räume sind hell, klimatisiert, und mit modernster Licht- sowie Tontechnik ausgestattet. Ein Prozessvisualisierungssystem sorgt dafür, dass die dafür notwendige, komplexe Technik einfach und intuitiv zu bedienen ist.

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Die neue Stadthalle in Buchen bietet den passenden Rahmen für die unterschiedlichsten Veranstaltungen. Ein Prozessvisualisierungssystem sorgt dafür, dass die dafür notwendige komplexe Technik einfach und intuitiv zu bedienen ist.
Die neue Stadthalle in Buchen bietet den passenden Rahmen für die unterschiedlichsten Veranstaltungen. Ein Prozessvisualisierungssystem sorgt dafür, dass die dafür notwendige komplexe Technik einfach und intuitiv zu bedienen ist.
(Foto: Stadt Buchen)

Die Visualisierungssoftware WEBfactory 2010 hat ihre Leistungsfähigkeit und ihren Praxisnutzen bereits in vielen unterschiedlichen Anwendungen unter Beweis gestellt. Schließlich deckt das Einsatzspektrum des webbasierten, modular aufgebauten SCADA/HMI-Systems verschiedenste Anwendungsbereiche ab, angefangen von der Gebäudeautomatisierung bis hin zu komplexen Industrie- oder Logistikanlagen.

Die Software zur Visualisierung, Steuerung und Überwachung von Maschinen und Anlagen lässt durch den durchgängigen Einsatz von Standardkomponenten sehr einfach für solche unterschiedlichen Projekte konfigurieren. Schnittstellen zu allen gängigen Steuerungen sind vorhanden. Dank vollständig vektorbasierter Grafik auf Basis von Microsoft Silverlight lässt sich die Visualisierung verlustfrei an jede Bildschirmgröße anpassen.

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Ihre Leistungsfähigkeit in der Gebäudeautomatisierung konnte sie in der Stadthalle in Buchen ein weiteres Mal beweisen. Das architektonisch anspruchsvolle Bauwerk mit zwei Veranstaltungssälen, dem dazugehörigen Foyer, einer Galerie und Nebenräumen bietet den passenden Rahmen für Konzerte, Bälle oder Theateraufführungen. Die multifunktionalen Säle lassen sich aber auch für Tagungen, Messen, Kongresse und andere gesellschaftliche Veranstaltungen nutzen

Alles im Griff: Bedienen, Überwachen und Auswerten

Moderne Gebäudeautomation hat immer das Ziel, Funktionsabläufe gewerkeübergreifend, selbstständig und nach vorgegebenen Einstellwerten durchzuführen, sowie deren Bedienung bzw. Überwachung zu vereinfachen. Sensoren, Aktoren, Bedienelemente, Verbraucher und andere technische Einheiten im Gebäude müssen dazu miteinander vernetzt sein.

Die Gebäudeautomation der Stadthalle basiert auf zwei Wago-Steuerungen, die über M-Bus mit den unterschiedlichen Zählern für Elektrizität, Wasser, Gas und Wärme kommunizieren. Der M-Bus (Meter-Bus) ist ein Feldbus, der speziell für die Verbrauchsdatenerfassung ausgelegt ist. Die Verbindung zu den Lüftungsanlagen ist über Modbus sichergestellt.

„Insgesamt sind in die Prozessvisualisierung etwa 1.000 Datenpunkte eingebunden“, erläutert Josef Wegner, Haustechnik Stadthalle Buchen. „Wir erfassen Temperaturen und den Verbrauch an Wasser, Strom und Wärme. Sie werden protokolliert, stündlich ausgewertet und verglichen.“

Der so entstandene Automatisierungsverbund sorgt damit für einen effizienten, wirtschaftlichen Betrieb der Stadthalle. So können sich alle Berechtigten jederzeit über den Zustand der Anlage und die Verbräuche informieren. Sie haben immer Zugriff auf alle relevanten Informationen und können bei Bedarf proaktiv ins Geschehen eingreifen.

Bedienen Vor-Ort und via Internet

Die Bedienung der komplexen Haustechnik ist einfach und praxisgerecht. Das betrifft allgemeine Aufgaben ebenso - etwa das Freigeben einzelner Bereiche für bestimmte Veranstaltungen - wie Detailaufgaben - angefangen von der Jalousiensteuerung über die Beleuchtung bis hin zu Heizung und Belüftung für die einzelnen Räume. „Der dazu autorisierte Mitarbeiter an der Bedienstation im Technikraum klickt dazu einfach auf den entsprechenden Navigationsbutton und dann auf das entsprechende Symbol“, erklärt Wegner. Schaltersymbole, zum Beispiel für „ein“ oder „aus“ ändern ihren Wert durch Anklicken; nummerische Werteingaben werden mit der Return-Taste abgeschlossen.

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