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Weidmüller erwartet für 2018 Umsatz von 820 Millionen Euro

| Redakteur: Sandra Häuslein

Weidmüller prognostiziert für 2018 einen Umsatz von 820 Millionen Euro. Den finalen Jahresabschluss präsentiert das Unternehmen auf der Hannover Messe im April 2019. Zufrieden ist die Vorstandsriege mit den Investitionen im Bereich Automatisierung sowie in Services rund um Digitalisierungsthemen. Für 2019 erwartet die Unternehmensgruppe eine deutlich zurückgehende Wachstumsdynamik.

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Technologievorstand Volker Bibelhausen, Vorstandssprecher Jörg Timmermann sowie Vertriebsvorstand José Carlos Álvarez Tobar (v.l.n.r.) sind aufgrund des starken Wachstums mit den Jahr 2018 sehr zufrieden.
Technologievorstand Volker Bibelhausen, Vorstandssprecher Jörg Timmermann sowie Vertriebsvorstand José Carlos Álvarez Tobar (v.l.n.r.) sind aufgrund des starken Wachstums mit den Jahr 2018 sehr zufrieden.
(Bild: Weidmüller)

Weidmüller erwartet für 2018 einen Gesamtumsatz von über 820 Millionen Euro. Getragen wird dieser Umsatz vor allem von einem in der ersten Jahreshälfte sehr guten Marktumfeld. Das gab das Unternehmen auf dem diesjährigen Jahresabschlussgespräch am Hauptsitz in Detmold bekannt.

„Rückblickend haben sich unsere Investitionen in den Aufbau von Know-how in der Automatisierung und Digitalisierung, in den Rückkauf unserer Vertriebsgesellschaften in Nordamerika sowie in andere wichtige Wachstumsregionen ausgezahlt“, erklärt Weidmüller Vorstandssprecher Jörg Timmermann.

Mit dem Ausbau des „U-Mation“-Automatisierungssystems, der Übernahme der Mehrheit am Visualisierer GTI im Sommer sowie der Kooperation mit dem österreichischen Spezialisten Keba hat Weidmüller den eingeschlagenen Weg fortgesetzt. „Wir wollen unsere Marktposition in den Bereichen Automatisierung und IoT kontinuierlich ausbauen und entwickeln unser Portfolio entsprechend weiter“, verdeutlicht Volker Bibelhausen, seit dem 1. September 2018 neuer Technologievorstand von Weidmüller. Den finalen Jahresabschluss wird Weidmüller wie in den vergangenen Jahren auf der Hannover Messe im kommenden April präsentieren.

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Zusammenspiel von IoT-fähigen Komponenten, Software und Dienstleistungen

Weidmüller bietet mittlerweile ein großes Programm an kommunikationsfähigen Komponenten zur Bereitstellung und Verarbeitung von Prozessdaten an. „Wir stellen fest, dass Weidmüller bei vielen Kunden nicht mehr allein mit passiven Komponenten, sondern auch mit Digitalisierungsthemen wie Industrial Analytics assoziiert wird. Zudem schätzen Kunden unsere Lösungskompetenz im Schaltschrankbau“, erklärt Weidmüller Vertriebsvorstand José Carlos Álvarez Tobar. Das macht sich auch beim Umsatz bemerkbar – mit einem Wachstum von mehr als 25 % steuert die Division Automation Products and Solutions, welche sich überwiegend mit Lösung für die Automatisierung und Digitalisierung beschäftigt, einen immer größeren Teil dazu bei. „Auf der SPS IPC Drives Ende November in Nürnberg haben wir eine Automatisierungslösung in einem Demonstrator gezeigt, der erstmalig mit Systemen von Weidmüller gesteuert wurde“, erklärt Álvarez Tobar.

Smarte elektrische Verbindungstechnik

Zudem erreicht die Digitalisierung in der Industrie auch rein elektromechanischen Komponenten wie Steckverbinder. Diese sollen zukünftig Daten an Schnittstellen in Anlagen sammeln und kommunizieren können, was bei Weidmüller zu neuen Services führen und die Verfügbarkeit erhöhen soll. „Steckverbinder werden smart, übernehmen Zusatzfunktionen und können zukünftig zum Beispiel in Gleichspannungsverteilungen die Verfügbarkeit und Sicherheit erhöhen“, erklärt Bibelhausen. Darauf hat das Unternehmen mit der Etablierung des Smart Connectivity Competence Centers in Lemgo im Oktober reagiert, wo Entwickler an Themen zum Wandel der industriellen Infrastruktur und der digitalen Beschreibung der Produkte arbeiten.

Daneben nehmen Services und Dienstleistungen bei Weidmüller einen zunehmend wichtigen Teil ein. „Mit unseren Services zielen wir darauf ab, dass Kunden ihre Prozesse und Abläufe optimieren können. Im Bereich Connectivity Consulting zum Beispiel haben wir ein erfahrenes Team aufgebaut, dass Kunden im Schaltschrankbau und bei Fragen, wie etwa eine Feldverkabelung optimal ausgeführt werden kann, berät“, erklärt Bibelhausen.

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Zurückgehende Wachstumsdynamik für 2019

Für das Jahr 2019 ist der Vorstand der Weidmüller Gruppe trotz zahlreicher Unsicherheitsfaktoren insgesamt zuversichtlich, erwartet jedoch eine deutlich zurückgehende Wachstumsdynamik. Der Zentralverband der Elektroindustrie (ZVEI) geht 2019 von einem Wachstum von 4 % aus, der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) rechnet mit einem Wachstum von 2 %. „Es sind viele Unsicherheiten erkennbar, die uns vorsichtig in die Zukunft schauen lassen. Neben den Währungseffekten sind dies vor allem steigende Materialkosten sowie Unwägbarkeiten durch die zunehmend protektionistische Handels- und Wirtschaftspolitik, die Auswirkungen der Brexit-Verhandlungen sowie die politische Entwicklung weltweit“, sagt Timmermann.

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