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Weidmüller GTI Software GmbH

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14.02.2019

Soziales Engagement: Unterstützung des Kinderpalliativteam Unterfranken- Ein Interview

Das Kinderpalliativteam der Malteser in Unterfranken besteht seit anderthalb Jahren, unterstützt und berät schwerst kranke Kinder und Jugendliche sowie deren Angehörigen.

[caption id="attachment_8294" align="aligncenter" width="1000"] Marktheidenfeld 8.2. 2019 - Scheckübergabe: Frau Kroschewski (Malteser Unterfranken), Achim Schreck (Geschäftsführer Weidmüller GTI Software)[/caption]

Ambulantes Palliativteam unterstützt schwerkranke Kinder und Jugendliche zuhause

Das Kinderpalliativteam der Malteser in Unterfranken besteht seit anderthalb Jahren, unterstützt und berät schwerst kranke Kinder und Jugendliche sowie deren Angehörigen. 

Dieses Jahr haben wir uns dazu entschlossen an das Palliativteam der Malteser in Unterfranken zu spenden. Stellvertretend für das Team war Frau Kroschewski bei uns im Haus um symbolisch den Scheck entgegen zunehmen.

Wir wollten es etwas genauer wissen und haben einmal nachgefragt.

Guten Tag Frau Kroschewski, Sie sind Sozialpädagogin und tätig beim Kinderpalliativteam. Erzählen Sie bitte mal, wer in diesem Team alles mitarbeitet und wie Ihre Arbeit so aussieht…

Frau Kroschewski: Unser Team besteht aus speziell weitergebildeten Fachärzten für Kinder und Jugendliche, Kinderkrankenschwestern und psychosozialen Mitarbeitern jeweils mit einer Zusatzausbildung in Palliative Care, sowie zwei medizinische Fachangestellte. Wir verstehen uns wirklich als Team und sind auch so unterwegs.

Wir verstehen uns wirklich als Team und sind auch so unterwegs.

Zuhause in den Familien versuchen wir dann durch eine gute Kontrolle von Schmerzen oder anderen belastenden Symptomen, wie zum Beispiel Atemnot, eine möglichst hohe Lebensqualität für die betroffenen Kinder und Jugendlichen zu erreichen.  

Durch medizinisch-pflegerische Anleitung im häuslichen Umfeld kann den Familien viel Unsicherheit genommen werden.

Ein wichtiger Teil unserer Arbeit ist die Unterstützung und Stärkung des Familiensystems oder auch der Einrichtung, in der sich das Kind befindet .

Wir beraten die Familien auch darüber, welche zusätzlichen Hilfsmittel eventuell noch sinnvoll sind oder wo ihnen noch weitere finanzielle Mittel zustehen.

Wir versuchen also zusammen mit den Familien ein gutes Netz zu stricken, möglichst lange eine hohe Lebensqualität zu erreichen, und den betroffenen Kindern und Jugendlichen ein würdiges Leben bis zum Tod, möglichst in der häuslichen Umgebung zu ermöglichen.

Wie sieht denn ein typischer Tag bei Ihnen aus?

Frau Kroschewski: Lacht…. Den gibt es nicht! Wir haben morgens immer eine Team Besprechung wo wir uns gegenseitig updaten, was am Tag zuvor war, und planen wo müssen wir akut hin, weil sich eine Situation zuspitzt oder verschlechtert hat, oder wo zum Beispiel ein regulärer Hausbesuch ansteht.  Wir haben zurzeit über 40 Kinder Unterfranken weit in Betreuung. Das sind viele Kilometer auch auf der Straße!

Das Palliativteam der Malteser gibt es ja erst sein anderthalb Jahren. Wie sah die Situation denn vorher aus?

Frau Kroschweski: Vorher mussten all die Kinder, bei denen die Situation instabil war, immer mal wieder ins Krankenhaus gehen. Durch die Arbeit unseres Teams verhindern wir sehr viele stationäre Aufenthalte der Kinder im Krankenhaus.

Durch die Arbeit unseres Teams verhindern wir sehr viele stationäre Aufenthalte der Kinder im Krankenhaus.

Sie haben ja einen Vertrag mit den Krankenkassen. Warum sind Sie dann weiterhin auf Spenden angewiesen?

Zum einen ist das so, dass meine Stelle von den Krankenkassen nicht wirklich refinanziert wird. Wogegen wir schon jahrelang kämpfen, auch schon bevor es dieses Team gab.
Sie können sich sicherlich vorstellen, dass es gerade in Familien, wenn lange Jahre ein Kind mit einer schweren Erkrankung zuhause ist, es zu vielen potentiellen Konfliktsituationen kommt, welche nicht nur im pflegerisch-medizinischem Bereich liegen. Bald haben wir hoffentlich auch noch Unterstützung von einer Musiktherapeutin, die wird erst recht nicht finanziert…