Faszination Robotik Wenn der Rollstuhl laufen lernt

Von Sandro Kipar 2 min Lesedauer

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In unserer Rubrik „Faszination Robotik“ präsentieren wir Ihnen einmal im Monat außergewöhnliche Roboter. Heute: Ein laufender Stuhl.

Walk Me soll Alltagshürden für Menschen mit Einschränkungen minimieren. (Bild:  Toyota)
Walk Me soll Alltagshürden für Menschen mit Einschränkungen minimieren.
(Bild: Toyota)

Toyota hat auf der Japan Mobility Show 2025 in Tokio nicht nur Autos, sondern auch andere Arten der Mobilität vorgestellt, etwa für Kranke oder Kinder. Mediale Aufmerksamkeit bekam dabei vor allem der laufende Roboterstuhl „Walk Me“. Toyota betont, dass es sich dabei um kein fertiges Produkt, sondern vielmehr um eine Designstudie handelt. Dennoch bietet das Assistenzsystem einen interessanten Einblick, wie sich das Unternehmen die Mobilität der Zukunft vorstellt.

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Walk Me bewegt sich mithilfe von vier motorisierten Beinen, die sich einzeln bewegen, anheben und drehen lassen. Dadurch soll der Stuhl nicht nur über glatte Ebenen laufen, sondern auch Treppen steigen, Schwellen überwinden und selbst unebenes Gelände meistern können. Mithilfe von Kameras, LiDAR und Gewichtssensoren soll Walk Me seine Umgebung erkennen, Untergründe analysieren und Haltung sowie Schrittlänge automatisch anpassen. Das System reagiere zudem fließend auf Veränderungen und halte dabei stets die Balance. Der Akku ist hinter dem Sitz integriert und soll das System für einen kompletten Tag mit Strom versorgen können. Im Ruhezustand kann der Roboter seine Beine kompakt einklappen, was auch den Transport vereinfachen soll.

Die Bedienung kann über mehrere Arten erfolgen: Nutzer können den Roboterstuhl per Joystick oder Sprachbefehl steuern. Dabei sollen Kommandos wie „ins Wohnzimmer“ oder „schneller“ bzw. „langsamer“ funktionieren.

Toyota adressiert damit unter anderem die älter werdende Gesellschaft und die immer noch mangelhafte Barrierefreiheit in vielen Städten und Gebäuden. Während konventionelle Rollstühle auf Rampen oder Aufzüge angewiesen sind, könnte dieser Roboterstuhl neue Wege öffnen. Auch wenn Walk Me bisher nur ein Konzept ist, bleiben natürlich wichtige Fragen offen: Wie können Normen, vor allem hinsichtlich der Sicherheit, eingehalten werden? Wie transportfähig ist der Roboterstuhl wirklich? Die vielen Sensoren, Motoren und der Akku werden sicherlich einiges wiegen. Und natürlich ist der Preis auch ein entscheidender Faktor dafür, ob sich so ein Assistenzsystem überhaupt auf dem Markt durchsetzen kann.

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