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Schäden an der Isolation könnten unter Umständen zum Totalausfall des Systems führen. Angesichts der großen Wärmeentwicklung innerhalb des Systems war Aluminium zudem durch seine Wärme leitenden Eigenschaften von Vorteil: Es nimmt die Wärme der aufliegenden Leitungen auf und gibt sie – auch über die Stahlketten – an die Luft ab. Die Materialkombination des Energieführungssystems bietet somit auch einen Kühleffekt und schützt vor Überhitzung.
Zudem hat die Wartungsfreiheit des Systems in dieser Anwendung einen besonders hohen Stellenwert, denn Ausfallzeiten gingen zu Lasten der Patienten. In industriellen Applikationen ist Stillstand ein erheblicher Kostenfaktor, deshalb sind heutige Energieführungssysteme unabhängig von der Materialausführung standardmäßig nahezu wartungsfrei konzipiert.
„Bei Anwendungen wie der Gantry zeigt sich, wie wichtig unterschiedliche Werkstoffe im Produktportfolio sind. Damit hat man Lösungen für alle Eventualitäten, kann sämtliche Applikationsbereiche bedienen und völlig objektiv beraten“, betont Wendig die Ausrichtung des Kabelschlepp-Produktspektrums.
Jedes Mal neu: die Fakten
Bei der Argumentation für ein bestimmtes Produkt muss man stets die jeweiligen Betriebsbedingungen zu Grunde legen. So auch für die Ergebnisse von Tests in Forschung und Entwicklung; diese werden in der Regel im firmeneigenen Technikum oder Labor durchgeführt. Die Bedingungen, unter denen insbesondere Neuheiten für die Markteinführung von Herstellern getestet werden, sind sehr spezifisch und bilden ein entsprechendes Ergebnis ab.

Das zeigt sich etwa bei der Frage, welches Material für Rahmenstege der bessere Reibpartner ist – Kunststoff oder Aluminium? Dabei kommt es auf die vielfältigen einzelnen Parameter an: beispielsweise was für ein Kunststoff zum Einsatz kommt, die Steggeometrie bzw. -kontur, das Mantelmaterial der zu führenden Leitungen, die Temperatur, das Gewicht, die Geschwindigkeit. Wann welches Material dauerhaft torsionssteifer, verschleißfester, weniger versprödend oder hygroskopisch ist, muss applikationsspezifisch entschieden werden. „Woran sich Leitungen am wohlsten fühlen, lässt sich nicht pauschalisieren“, so Thomas Wendig. „Die Praxis hat gezeigt, dass heute sogar die Betrachtung von Rohstoffressourcen und ökologische Aspekte zu Herstellung oder Recyclingfähigkeit in die Entscheidungsfindung mit einfließen.“ Das Fazit für die Ausrichtung des Portfolios: der Mix macht’s.
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