Schaltschrankbau
Wettbewerbsfähig bleiben im Hochlohnland

Von Gerald Scheffels, freier Fachjournalist 4 min Lesedauer

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Wie können kleinere (Schalt-)Anlagenbauer in Ländern mit hohem Lohnniveau wettbewerbsfähig bleiben? Ein gutes Beispiel ist Hade Automation. Die 24 Mitarbeiter des südbadischen Unternehmens planen und bauen Schaltanlagen für die Gebäudetechnik. Der Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit: durchgängige Elektroplanung auf Basis von Eplan mit automatisierter Datenübergabe an die Fertigung.

Der Schaltschrankbauer Hade Automation arbeitet immer schon mit einem hohen Automationsgrad und ist deshalb wettbewerbsfähig auch zu Unternehmen in Ländern mit niedrigerem Lohnniveau. (Bild:  Hade Automation)
Der Schaltschrankbauer Hade Automation arbeitet immer schon mit einem hohen Automationsgrad und ist deshalb wettbewerbsfähig auch zu Unternehmen in Ländern mit niedrigerem Lohnniveau.
(Bild: Hade Automation)

Tschechien oder Polen? In den Nachbarländern von Deutschland gibt es viele leistungsfähige Steuerungs- und Schaltanlagenbauer, die gut vernetzt sind und in mancher Hinsicht unter deutlich besseren Rahmenbedingungen fertigen: niedrigeres Lohnniveau, deutlich geringere Energiekosten, weniger Regulierungsaufwand.

Warum sollte ein Gebäudeautomatisierer seine Schaltschränke also bei Hade Automation in Südbaden fertigen und gegebenenfalls auch planen lassen? Die Frage ist berechtigt, zumal es sich bei den Kunden von Hade oft um große Unternehmen handelt, die grenzüberschreitende Lieferketten nicht scheuen. Und Hade ist mit 24 Mitarbeitern eher klein. Die Antwort gibt Maik Reichle, einer der beiden Geschäftsführer: „Ja, wir sind ein eher kleiner Schaltschrankbauer. Aber wir arbeiten mit hohem Automationsgrad – immer schon. Deshalb sind wir wettbewerbsfähig auch zu Unternehmen in Ländern mit niedrigerem Lohnniveau. Und weil wir intelligent und mit Augenmaß automatisieren, sind wir extrem flexibel, so wie man es von einem kleinen Spezialisten erwartet.“