Bundesingenieurkammer

Wettbewerbsfähigkeit deutscher Ingenieure in Gefahr

| Redakteur: Melanie Krauß

(Bild: gemeinfrei (Pixabay, Alexas_Fotos) / CC0)

Die Wirtschaftsministerkonferenz berät darüber, ob zukünftig 50% Mint-Anteile im Studium genügen, um die Berufsbezeichnung Ingenieurin/Ingenieur zu führen. Die Bundesingenieurkammer warnt in diesem Zusammenhang jedoch vor einem Qualitätsverlust in der Ingenieurausbildung.

Die Bundesingenieurkammer warnt erneut eindringlich vor einem Absenken der Anforderungen an die deutsche Ingenieurausbildung. Dies sei zu befürchten, wenn die Wirtschaftsministerkonferenz beschließen sollte, dass künftig lediglich sechs Semester eines technisch-naturwissenschaftlichen Studiums mit „überwiegenden Mint-Anteilen“ zum Führen der Berufsbezeichnung Ingenieurin/Ingenieur ausreichen.

„Es kann nicht sein, dass nur wenig mehr als 50 % Mint-Anteile im Studium genügen sollen, um als Ingenieurin oder Ingenieur – unter Umständen sogar in sicherheitsrelevanten Bereichen – zu arbeiten. Bei einem Medizinstudium käme ja auch niemand auf die Idee, 50 % medizinische Inhalte im Studium seien ausreichend, um als Ärztin oder Arzt zu praktizieren“, sagte Hans-Ullrich Kammeyer, Präsident der Bundesingenieurkammer. Daher fordert die Bundesingenieurkammer ein deutliches Überwiegen der Mint-Fächer, die für ein Ingenieurstudium relevant sind, das heißt 70 % des gesamten Lehrinhalts.

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Noch in dieser Woche will sich die Wirtschaftsministerkonferenz auf bundesweit einheitliche Regelungen zu Anforderungen an die Berufsbezeichnung Ingenieurin/Ingenieur im Musteringenieurgesetz verständigen. Die Beschlüsse gelten als Vorlage für die Ingenieurgesetze der Länder. Eine Umsetzung in der geplanten Form könnte „katastrophale Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Ingenieurinnen und Ingenieure und damit auf den Standort Deutschland haben“, erklärte der Präsident der Bundesingenieurkammer.

Bereits jetzt stellen viele europäische Länder – darunter Bulgarien, Portugal, Tschechien, Italien, Liechtenstein, Slowenien und Spanien – im Hinblick auf die Technical ECTS-Anteile im Ingenieurstudium deutlich höhere Anforderungen. „Damit besteht die Gefahr, dass Deutschland hinsichtlich der Qualität der Ingenieurausbildung massiv hinter andere Länder zurückfällt“, warnt Kammeyer. Auf diese Fehlentwicklung hätten auch Europapolitikerinnen und -politiker hingewiesen und an die Wirtschaftsministerkonferenz appelliert, ihren geplanten Beschluss noch einmal zu überdenken.

Die Bundesingenieurkammer hat bereits mehrfach Appelle an die Wirtschaftsministerkonferenz gerichtet. Diese wurden vom Verband Beratender Ingenieure (VBI), dem BDB Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e.V. sowie dem Bundesverband der Freien Berufe (BFB) mitgetragen.

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