Forschungsprojekt Wie Batterien nachhaltiger werden können

Quelle: FSKZ e. V. 2 min Lesedauer

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Um den zukünftigen Batteriebedarf zu decken und die Energieversorgung nachhaltiger zu gestalten, muss die Batterieherstellung umweltfreundlicher und kostengünstiger werden. Im Forschungsprojekt Batmachine forscht man zu diesem Thema.

Das Bild zeigt die Herstellung von Batterie-Suspensionen mithilfe eines Mischers. Das SKZ ist Teil des EU-Forschungsprojekts Batmachine mit dem Ziel, Batterien nachhaltiger zu gestalten.(Bild:  EZD)
Das Bild zeigt die Herstellung von Batterie-Suspensionen mithilfe eines Mischers. Das SKZ ist Teil des EU-Forschungsprojekts Batmachine mit dem Ziel, Batterien nachhaltiger zu gestalten.
(Bild: EZD)

Batterien sind aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Besonders nachhaltig und kostengünstig sind sie jedoch bekanntermaßen nicht. Das EU-Projekt Batmachine (Anmerkung der Redaktion: Projekt-eigene Schreibweise: BATMACHINE) will das nun ändern. Das Kunststoff-Zentrum SKZ ist Teil des Forschungsvorhabens. Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Horizon Europe“ gefördert und unterstützt das Net-Zero-2050-Ziel der Europäischen Kommission.

Herstellungsverfahren und Steuerungsprozesse verbessern

Es soll die industriellen Produktionsketten für Batteriezellen in Europa fördern und nachhaltiger gestalten, indem optimierte Herstellungsverfahren mit intelligenten Steuerungsprozessen entwickelt werden, um Kosten, Abfall und Energie zu minimieren. In dem Batchmachine-Konsortium, bestehend aus elf Partnern aus ganz Europa unter der Führung der Vrije Universiteit Brussel (VUB), arbeiten Batteriezellenhersteller, Forschungs- und Technologieorganisationen wie das Kunststoff-Zentrum SKZ in Würzburg und Hersteller der Verarbeitungs- und Fertigungsmaschinen für Batteriebestandteile Hand in Hand zusammen.

Der Misch- und Dispergierschritt für die Anoden und Kathoden-Slurries ist der erste Schritt in einer Reihe von vielen Verfahrensschritten bis zur fertigen Batteriezelle – jeder davon ist entscheidend für die Performance einer Batterie.

Dr.-Ing. Felipe Wolff-Fabris, EZD

Misch- und Dispergierschritte verstehen, bewerten, optimieren

Im Projekt beschäftigen sich ein Teil der Wissenschaftler am SKZ mit der Charakterisierung der unterschiedlichen Rohstoffe sowie der daraus hergestellten Anoden- und Kathoden-Suspensionen und bewertet deren Struktur-Eigenschafts-Beziehungen in Abhängigkeit von den Misch- und Dispergierprozessen. Diese Arbeiten werden vor allem am Europäischen Zentrum für Dispersionstechnologien (EZD) in Selb durchgeführt.

EZD-Standortleiter Dr.-Ing. Felipe Wolff-Fabris sagt: „Der Misch- und Dispergierschritt für die Anoden und Kathoden-Slurries ist der erste Schritt in einer Reihe von vielen Verfahrensschritten bis zur fertigen Batteriezelle – jeder davon ist entscheidend für die Performance einer Batterie und nimmt großen Einfluss auf die Folgenden. Mit Hilfe von Projekten wie Batmachine arbeiten wir daran, die Herstellung von Batterien energieeffizienter und ressourcenschonender zu gestalten.“

Europäisches Zentrum für Dispersionstechnologien (EZD)

Das EZD ist eine Einrichtung des Kunststoff-Zentrums SKZ und beschäftigt sich als interdisziplinäres und gemeinnütziges Forschungs- und Innovationszentrum mit der Herstellung und Charakterisierung von Dispersionen wie z. B. Klebstoffe, Harze, Tinten, Beschichtungen oder Elastomere. Es wurde in enger Kooperation mit der Industrie und mit Unterstützung des Freistaates Bayern 2014 errichtet. Eine hohe Priorität des EZD liegt auf dem Übertrag von der wissenschaftlichen Forschung in die angewandte Industrie. Mehr Informationen zum Forschungsprojekt Batmachine

Schichtdicke von Elektroden-Beschichtungen messen

In einem zweiten Teilprojekt geht das SKZ der Frage nach, wie die Schichtdicke von Elektroden-Beschichtungen während des Trocknungsprozesses zerstörungsfrei, schnell und präzise gemessen werden kann. Hierfür werden Messverfahren wie die aktive Thermografie und die Terahertz-Technik in Betracht gezogen.

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