Astronomie Wie Bilder von schwarzen Löchern noch schärfer werden

Quelle: Max-Planck-Institut 1 min Lesedauer

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Das Event-Horizon-Teleskop (EHT) hat in den vergangenen Jahren die Schatten um supermassereichen schwarzen Löcher bei 1,3 mm Wellenlänge abgebildet. Die Wellenlänge konnte nun verringert werden, was mehr Details sichtbar macht.

Computersimulierte Radiokarten der Strahlung am Ereignishorizonts um ein schwarzes Loch bei 1,3 mm (links) und 0,87 mm (rechts) Wellenlänge. Die kürzere Wellenlänge zeigt den Schatten des Schwarzen Lochs schärfer und deutlicher ausgeprägt.(Bild:  Christian Fromm, Julius-Maximilian-Universität, Würzburg)
Computersimulierte Radiokarten der Strahlung am Ereignishorizonts um ein schwarzes Loch bei 1,3 mm (links) und 0,87 mm (rechts) Wellenlänge. Die kürzere Wellenlänge zeigt den Schatten des Schwarzen Lochs schärfer und deutlicher ausgeprägt.
(Bild: Christian Fromm, Julius-Maximilian-Universität, Würzburg)

Forscher des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie haben einen Weg gefunden, um noch schärfere Bilder von schwarzen Löchern zu bekommen. Laut einer Mitteilung konnte mithilfe eines Pilotexperiments mit EHT-Teleskopen bei einer Wellenlänge von 0,87 mm ein neuer Rekord in der Winkelauflösung für bodengebundene Radiointerferometrie aufgestellt werden. Bisher wurden mit dieser Methode Wellenlängen von 1,3 mm genutzt. Die Ergebnisse eröffnen ein neues Fenster für die Erforschung von Schwarzen Löchern und dem Ursprung von Radiojets, so die Forscher.

Das Event-Horizon-Teleskop kombiniert Radioteleskope auf der ganzen Welt, um supermassereiche schwarze Löcher und die Strahlung aus ihrer unmittelbaren Umgebung abzubilden. Bei der Beobachtungswellenlänge von 0,87 mm wird in Zukunft das EHT Details von bis zu 13 Mikrobogensekunden Auflösung abbilden können. Das entspricht der Größe einer Verschlusskappe einer Fruchtsaftflasche auf dem Mond, von der Erde aus betrachtet.

„Mit diesen neuen Beobachtungsmöglichkeiten können wir in Zukunft die Schatten von schwarzen Löchern noch detaillierter untersuchen, was genauere Messungen ihrer Größe und Form beinhaltet, und was in direktem Zusammenhang mit der Messung der Krümmung der Raumzeit in der Nähe des schwarzen Lochs steht“, sagt Thomas Krichbaum vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie, Mitautor der Studie. „Darüber hinaus besteht das Potenzial, zusätzlich zu den beiden bisher von der EHT-Kollaboration kartierten Objekten auch weiter entfernte und schwächere schwarze Löcher zu beobachten.“

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