Mittelstand

Wie Cobots gegen den Fachkräftemangel helfen

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Kollaborative Roboter und Kraftpakete in KMU

Zunehmender Beliebtheit im Mittelstand erfreuen sich kollaborative Roboter wie der LBR iisy. Sie lassen sich schnell für neue Aufgaben schulen, sind binnen Minuten in Betrieb zu nehmen, lassen sich von Mitarbeitenden mit geringer Programmiererfahrung steuern und schenken Mittelständlern Unabhängigkeit. Beim Familienunternehmen FMO Surface GmbH, das sich auf die Veredelung von Kunststoffoberflächen spezialisiert hat, unterstützt ein solcher kollaborativer Roboter bei der Qualitätskontrolle. Hand in Hand mit dem Team überprüft der LBR iisy verschiedene DataMatrix-Codes auf Busverbindern hinsichtlich Qualität und Vollständigkeit. Das spart Zeit, entlastet das Team und gewährleistet, dass nur Busverbinder mit perfekten DataMatrix-Codes in Steuerungen verbaut werden. Der Vorteil liegt auf der Hand: Entwickelt für die schutzzaunlose Zusammenarbeit mit dem Menschen, kann der neue Kollege direkt in der Produktionshalle unterstützen, ohne dass weitere Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssen. Für alle, die noch nie mit einem Roboter zu tun hatten, senkt das die Hemmschwelle.

Das heißt aber nicht, dass Industrieroboter mit höheren Traglastklassen nur etwas für große Unternehmen sind. Im Gegenteil. Gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen können Roboter wie der KR Quantec schwere Arbeiten übernehmen, für die es nicht genügend Personal oder Zeit gibt. Ein KR Quantec PA be- und entlädt bei der Privatbrauerei Fiedler, die lediglich knapp 20 Mitarbeitende hat, Paletten mit Bierkästen. Dabei nimmt der Roboter mit seinem Greifer bis zu vier Bierkästen gleichzeitig auf. Er legt das eingehende Leergut von der Palette auf die Fördertechnik und stellt die aus der Abfüllung kommenden Getränkekisten vom Förderband direkt auf die Palette. Was das Team des Familienunternehmens besonders schätzt: Als Schnittstelle zwischen Roboter und Maschinensteuerung erlaubte die Steuerungssoftware Kuka.PLC mxAutomation eine einfache Inbetriebnahme und Programmierung des Roboters durch die SPS. Spezielle Programmierkenntnisse waren nicht erforderlich.

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Flexibel an die Auftragslage anpassbar

Kuka hat verschiedene Applikationspakete entwickelt, die den Bedürfnissen des Mittelstands unterschiedlicher Branchen gerecht werden. Damit fällt das Onboarding so leicht wie nie. Es gibt zum Beispiel viele Möglichkeiten, Kuka-Roboter per Handführung auf ihre Aufgaben vorzubereiten. Das gelingt mit einer drahtlosen 6D-Maus, die schnell am Roboter montiert ist und mit der sich der Roboter mit einer Hand führen und programmieren lässt.

Und wenn sich die Auftragslage mal ändert und schnell angepasst werden muss? Auch das ist kein Problem. In den vergangenen Jahren gab es große Fortschritte bei der Software. Mit dem kollaborativen Roboter LBR iisy und dem neuen Betriebssystem iiQKA.OS können etwa Robotik-Einsteiger ihre Produktion eigenständig und innerhalb weniger Minuten automatisieren. Die Visualisierungssoftware HMI easy ermöglicht zudem eine unkomplizierte Interaktion zwischen Mensch und klassischem Industrieroboter. Für einzelne Applikationen wie beispielsweise das Schweißen oder Palettieren bietet Kuka spezielle Software-Pakete an. Diese digitalen Services machen ein Umschulen einfach und schnell möglich. Wurde also ein Roboter für das Be- und Entladen einer bestimmten Werkzeugmaschine angeschafft, kann er wenig später das Verpacken übernehmen. Bei allen Fragen oder Problemen steht in der Nähe der Kuka Service 24/7 zur Verfügung und sorgt dafür, dass die Produktion schnell weiterläuft.

Günstiger als gedacht: So schnell ist der ROI erreicht

Dass die Vorteile überwiegen und sich eine Automatisierung durch Roboter schnell finanziell rechnen kann, haben die Entscheider in KMU mittlerweile erkannt. Der Zeitraum bis zum Return-on-Investment liegt meistens unter zwei Jahren. Das belegt auch das folgende Rechenbeispiel für die Investition in eine Schweißzelle mit einem KR Cybertech nano, die einen Handwerksbetrieb unterstützt. Mit einer projektspezifischen Vorrichtung und Schweißtechnik eines Premium-Herstellers, inklusive Programmierung, Inbetriebnahme vor Ort und Schulung für die Anlage, belaufen sich die Kosten auf etwa 110.000 Euro. Schweißer sind aktuell deutschlandweit schwer zu finden – wer das Glück hat, sie einstellen zu können, für den fallen pro Vollzeitkraft durchschnittlich 40.000 Euro Lohn und Lohnnebenkosten im Jahr an. Ausgehend von Personalkosten von 80.000 Euro im Jahr im Zweischichtbetrieb ist der Return-on-Investment mit dieser Schweißzelle nach etwa 16,5 Monaten erreicht. Und das bei einer, wie viele Kunden rückmelden, hervorragenden Qualität der Schweißnähte.

Da verwundert es nicht, dass 46 Prozent der deutschen Fach- und Führungskräfte im Mittelstand planen, in naher Zukunft in Roboter zu investieren. Mit Kuka stellen sie damit auch die Weichen in Richtung Nachhaltigkeit. Denn die wartungsarmen, langlebigen Roboter können Unternehmen jahrzehntelang unterstützen. Und sie sind so konzipiert, dass sie jeden Digitalisierungsschritt mitgehen, den das Unternehmen plant. Wer sich also heute für die Automatisierung entscheidet, profitiert davon auf sehr lange Sicht.

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* 1 https://go.manpowergroup.com/hubfs/MEOS/2022_Q3/Q3%20MEOS%20Global%20Report.pdf

* *2 https://www.iwkoeln.de/studien/helen-hickmann-filiz-koneberg-die-berufe-mit-den-aktuell-groessten-fachkraefteluecken.html

* *3 https://www.ke-next.de/kollegeroboter/markt/was-sich-der-mittelstand-von-der-robotik-erhofft-358.html

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