Siemens auf der SPS IPC Drives

Wie die Fertigungsindustrie von der Digitalisierung profitieren kann

| Redakteur: Katharina Juschkat

Auf der diesjährigen SPS IPC Drives präsentiert Siemens unter dem Motto „Discover the Value of the Digital Enterprise“ in Halle 11 auf einer Aufstellungsfläche von rund 4.400 m² Erweiterungen seines Digital-Enterprise-Portfolios.
Auf der diesjährigen SPS IPC Drives präsentiert Siemens unter dem Motto „Discover the Value of the Digital Enterprise“ in Halle 11 auf einer Aufstellungsfläche von rund 4.400 m² Erweiterungen seines Digital-Enterprise-Portfolios. (Bild: Siemens)

Siemens zeigt auf der diesjährigen SPS IPC Drives auf über 4.400 m², wie Maschinen- und Anlagenbauer von der Digitalisierung profitieren können. Auch das cloud-basierte Betriebssystem Mindsphere steht im Zentrum des Messestands.

Auf der diesjährigen Automatisierungsmesse SPS IPC Drives will Siemens zeigen, wie Maschinen- und Anlagenbauer mit der Digitalisierung ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern können. Auf einer Ausstellungsfläche von rund 4.400 m² zeigt das Unternehmen sein Digital-Enterprise-Portfolio: Diese reichen von neuen Softwareversionen für effizienteres Engineering über digitale Antriebssysteme bis hin zum offenen, cloud-basierten IoT-Betriebssystem Mindsphere.

In der Mindsphere-Lounge will Siemens mit rund 20 Partner-Unternehmen wie Amazon Web Services, Atos, Evosoft und Rittal die Einsatzmöglichkeiten des Systems zeigen. Unter anderem stellen Maschinen- und Anlagenbauer neue, auf der Cloud basierende Services und Geschäftsmodelle vor, mit denen sich die Effizienz und die Produktivität erhöhen lassen.

Hochleistungsfähige Maschine verschmilzt virtuellen und realen Produktionswelt

Auf der SPS IPC Drives präsentiert Siemens zudem die Version 15 des TIA-Portals, welche die Effizienz im Engineering – etwa durch eine vereinfachte Robotik-Integration – erhöhen soll. Durch die virtuelle Inbetriebnahme mit PLCSIM Advanced und der Version 12 der Software NX MCD lassen sich komplette Maschinen hinsichtlich Funktionen und Performance virtuell testen und optimieren – damit soll ihre Entwicklungszeit deutlich verkürzt werden.

Um die Verschmelzung der virtuellen und realen Produktionswelt zu demonstrieren, zeigt Siemens eine hochleistungsfähige Füll- und Verschließmaschine für die Pharmaindustrie von Bausch + Ströbel. Das Unternehmen will mit den integrierten Hard- und Software-Lösungen von Siemens die Effizienz im Engineering bis 2020 um 30 Prozent steigern und setzt dabei auf die konsequente Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette.

Zudem zeigt Siemens den Einsatz neuer IT-Technologien, mit denen Bestandsanlagen aufgenommen, mit bildgebender Software digitalisiert und optimiert werden können – etwa durch den Einsatz von Drohnen. Das soll insbesondere Kunden in der Prozessindustrie einen auf ihre individuellen Anforderungen angepassten Einstieg in die Digitalisierung ermöglichen.

Digitale Energieverteilung mit digitalem Zwilling

Im Bereich industrielle Kommunikationsnetzwerke und Industrial Security stellt das Unternehmen unter anderem neue Security-Netzwerkkomponenten, die Cyber Security Appliances, vor, die – als Teil des Siemens-Security-Konzepts eingesetzt – Cyber-Risiken in Industrieunternehmen minimieren sollen.

Auch die elektrische Energieverteilung spielt auf dem Siemens-Stand eine wichtige Rolle, erklärt der CEO der der Division Energy Management Ralf Christian: „Wir zeigen auf der Messe viele Beispiele der digitalen Energieverteilung. Anhand einer Produktionsmaschine demonstrieren wir die elektrotechnische Planung eines Schaltschranks auf Basis eines digitalen Zwillings sowie die Erfassung der Energie- und Anlagendaten und deren Anbindung an Mindsphere.“

An der Niederspannungsschaltanlage Sivacon S8 demonstriert Siemens die digitale Energieverteilung. In Verbindung mit dem Planungstool Simaris Control können kommunikationsfähige Schaltgeräte und Motorsteuerungen vor Ort, aber auch standortunabhängig, bedient und beobachtet werden. Die Daten der Schaltanlage stehen für übergeordnete Automatisierungs- und Energiemanagementsysteme sowie in Mindsphere zur Verfügung.

„Mit unserem Portfolio über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg unterstützen wir die Fertigungsindustrie bei der digitalen Transformation“, erklärt Jan Mrosik, CEO der Siemens-Division Digital Factory. Diese Stellung will Siemens ausbauen – zum einen, indem das Unternehmen sein Sortiment durch weitere Akquisitionen erweitert. Dazu gehören die geplanten Übernahmen von Simulationssoftware-Anbieter Tass und von Software-Anbieter Infolytica. Zum anderen entwickelt das Unternehmen sein eigenes Soft- und Hardware-Angebot weiter. CEO Mrosik dazu: „Beispiele hierfür sind das TIA-Portal, mit dem sich der Engineering-Aufwand um bis zu 30 Prozent reduzieren lässt, und Mindsphere, unser cloud-basiertes offenes Betriebssystem für das Internet der Dinge.“

SPS IPC Drives 2017: Halle 11

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44982177 / Entwickeln)