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Roboter Wie ein Unterwasserroboter ein verschollenes Flugzeug aufspürt

Redakteur: Juliana Pfeiffer

Das Fraunhofer IOSB-AST Ilmenau hat ein autonomes Unterwasserfahrzeug entwickelt, das derzeit bei der Suche nach historischen Testmodellen des Deltaflügel-Abfangjägers Avro Canada CF-105 im Ontariosee hilft. Der Fund eines 1:8 Modells am 7. September produzierte ein gewaltiges Medienecho in Kanada bis hin zu einer Veröffentlichung in der New York Times.

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Das kanadische Projektteam mit dem in Ilmenau entwickelten Unterwasserfahrzeug Dedave.
Das kanadische Projektteam mit dem in Ilmenau entwickelten Unterwasserfahrzeug Dedave.
(Bild: Raise the Arrow)

Die Suche ist dabei auch die erste Bewährungsprobe für den so genannten Thunder Fish alpha, einem vom Fraunhofer IOSB-AST unter dem Namen Dedave in Ilmenau entwickelten und derzeit von der kanadischen Firma Kraken Sonar Inc. lizensierten autonomen Unterwasserfahrzeug. Die Fundstücke des Abfangjägers sollen später im nationalen kanadischen Luftfahrt-Museum ausgestellt werden.

Bisher nur Nachbauten des Avro Canada CF-105

Der Überschall-Deltaflügler Avro Canada CF-105 wurde Mitte bis Ende der 1950er Jahre in Kanada als Abfangjäger entwickelt. In den kanadischen Museen existieren bisher jedoch nur Nachbauten dieses historischen Flugzeuges. Bei der Entwicklung des Flugzeuges wurden zahlreiche Tests von einer Basis am Ufer des Ontariosees durchgeführt. Dabei wurden Modelle des späteren Flugzeugs auf Trägerraketen befestigt und nach dem Start auf Überschallgeschwindigkeit beschleunigt. Von diesen Versuchen existieren noch heute zahlreiche Fragmente (Düsenantrieb, Prototypen), die über ein großes Gebiet im Ontariosee verstreut sind. Bei der Suche hilft nun Fraunhofer-Technologie: Aufgabe des Thunder Fish alpha ist es, möglichst große Teile des Ontariosee-Bodens mit einem High-Tech Sonar abzuscannen. Die Daten werden schon während der Tauchfahrt in Echtzeit ausgewertet und geben genaue Hinweise auf mögliche Fundstellen. Das Untersuchungsgebiet wird dabei auch als "Kanadisches Bermuda-Dreieck" bezeichnet, da dort neben den Flugzeugfragmenten weit mehr als 100 Schiffwracks vermutet werden.

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1:8 Modell des Überschall-Deltaflügler entdeckt

Mit Hilfe des Thunder Fish alpha wurden Ende August bereits Teile der Trägerraketen im Ontariosee aufgespürt. Der Durchbruch gelang am 7. September, als erstmals ein 1:8 Modell des Flugzeuges im Ontariosee geortet werden konnte.

Dieser Fund erzeugte in Kanada ein gewaltiges Medienecho, bis hin zu einer Veröffentlichung in der New York Times. Finanziert wird die Suche von einem kanadischen Unternehmer, der das Projekt im Rahmen der "Raise the Arrow" Kampagne unterstützt. (jup)

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