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Forschungsförderpreis Wie eine App Notfallteams helfen kann

Redakteur: Katharina Juschkat

Der dritte Forschungsförderpreis der Vogel Stiftung wurde an ein interdisziplinäres Forscherteam in der Notfallmedizin überreicht. Das Forschungsprojekt behandelt den Einsatz einer App fürs Tablet zur Dokumentation von innerklinischen Reanimationen.

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Übergabe des Forschungsförderpreises 2016 (v.li.): David Brandstätter (Vorsitzender Universitätsbund), Dr. Kurt Eckernkamp (Stifter Vogel Stiftung), Dr. Tobias Grundgeiger und Oliver Happel (Preisträger, nicht im Bild: Prof. Dr. Thomas Wurmb), Prof. Dr. Alfred Forchel (Präsident Universität Würzburg).
Übergabe des Forschungsförderpreises 2016 (v.li.): David Brandstätter (Vorsitzender Universitätsbund), Dr. Kurt Eckernkamp (Stifter Vogel Stiftung), Dr. Tobias Grundgeiger und Oliver Happel (Preisträger, nicht im Bild: Prof. Dr. Thomas Wurmb), Prof. Dr. Alfred Forchel (Präsident Universität Würzburg).
(Bild: Vogel Business Media, Johannes Untch)

Der Forschungsförderpreis der Universität Würzburg, verliehen durch die Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp, geht 2016 an das Forschungsprojekt „Klinische Evaluierung und Weiterentwicklung einer tabletbasierten App für die Dokumentation von innerklinischen Reanimationen“. Im Rahmen eines Sonderkonzerts des Monteverdichors unter Chorleiter Professor Matthias Beckert wurde der Preis in Höhe von 25.000 Euro in der Würzburger Neubaukirche am Sonntag, dem 12. Juni 2016, zum dritten Mal vergeben.

Tablet soll Patientenversorgung verbessern

Das dreiköpfige, interdisziplinäre Preisträgerteam will mittels eines Tablets zunächst den Einsatz von Notfallteams bei Herz-Kreislauf-Stillständen genau dokumentieren. Ziel ist, die Behandlung und die Trainings von Notfallteams in Kliniken zu verbessern. Die Preisträger sind Prof. Dr. Thomas Wurmb und Oliver Happel von der Sektion Notfallmedizin der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, ZOM Würzburg, sowie Dr. Tobias Grundgeiger, Experte für Psychologische Ergonomie am Institut für Mensch-Computer-Medien in Würzburg.

„Pro Jahr ereignet sich in deutschen Krankenhäusern rund 50.000 bis 100.000 Mal ein Herz-Kreislauf-Stillstand“, erklären die Preisträger. „Hier kann die Patientensicherheit erhöht werden, wenn die Reanimationsleitlinien überarbeitet und durch gezielte Maßnahmen die Patientenversorgung verbessert wird. Das kann der Einsatz von neuen Medien ermöglichen: Eine tabletbasierte App kann die Verbesserungen ermitteln und Reanimationen künftig erfolgreicher machen.“

Jährliche Preisvergabe fördert Wissenschaftsstandort Würzburg

Die in Würzburg ansässige Vogel Stiftung unterstützt die Julius-Maximilians-Universität Würzburg, um Spitzenleistungen in der Forschung aufzuzeigen. Dafür wird jährlich der „Forschungsförderpreis der Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp“ über den Universitätsbund organisiert.

Universitätspräsident Prof. Dr. Alfred Forchel dankte dem Stifter „für das herausragende Engagement zur Förderung von Wissenschaft und Forschung an unserer Alma Mater“ und wünschte den Preisträgern viel Erfolg für die Forschungen. David Brandstätter, Vorsitzender des Universitätsbundes und Geschäftsführer Main-Post, verwies auf die große Wirkung der Förderungen für den Wissenschaftsstandort Würzburg.

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