Robotik
Wie eine Reinigungsanlage mithilfe von acht Robotern automatisiert wird

Von Stefan Wache* 6 min Lesedauer

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Um auf schwankende Auftragsvolumina besser reagieren zu können, hat der Spezialist HMT eine Reinigungsanlage für Industrieteile von Minitec stärker automatisieren lassen. Der Erfolg war deutlich.

Eine Kameraprüfung bei der Entnahme sorgt dafür, dass die Bauteile in den KLTs korrekt platziert werden. (Bild:  Yaskawa Europe)
Eine Kameraprüfung bei der Entnahme sorgt dafür, dass die Bauteile in den KLTs korrekt platziert werden.
(Bild: Yaskawa Europe)

„Nicht nur sauber, sondern rein“ lautete einmal das Versprechen einer bekannten Waschmittel-Werbung. Einen ähnlichen Anspruch hat auch die HMT – Häseler Metalltechnik GmbH aus St. Georgen, wenn es um das Reinigen technischer Bauteile geht. Das 1983 gegründete Unternehmen ist Spezialist für Stanz- und Umformtechnik sowie Bauteilereinigung bei sehr hohen technischen Sauberkeitsanforderungen. Die Kunden sind hauptsächlich im Automotivsektor angesiedelt. Bei den Werkstücken handelt es sich zumeist um Stanzbauteile, die mit Elektrokomponenten und Leiterplatten in Berührung kommen.

Bei HMT sind zwei Reinigungsanlagen im Einsatz. Gearbeitet wird bei Normalauslastung im Zweischichtbetrieb, was das Durchschleusen von rund 40 Mio. Bauteilen pro Jahr ermöglicht. Früher wurden viele Tätigkeiten beim Reinigungsprozess von Mitarbeitern vorgenommen. Doch der generelle Arbeitskräftemangel machte sich immer stärker bemerkbar. Hier brachte auch die Zusammenarbeit mit Personaldienstleistern keine befriedigende Lösung. Grund waren die volatilen wöchentlichen Veränderungen des Auftragsbestandes, so Joachim Hölzl, Technischer Geschäftsführer des Unternehmens: „Das machte eine vernünftige Ressourcenplanung schwierig – und auch, kurzfristig auf neue Gegebenheiten zu reagieren. Eine Woche gehen die Bedarfe nach oben, und bis man da die Kapazitäten über das Personal integriert hat, ist die Woche schon fast vorbei.“