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Studie Wie man weniger arbeitet und mehr leistet

Redakteur: Katharina Juschkat

Die Arbeitswelt verlangt von uns immer mehr Leistung, gleichzeitig steigen Multitasking, Unterbrechung von elektronischen Geräten und der allgemeine Arbeitsdruck. Dabei zeigt eine aktuelle Studie, dass Manager gut daran täten, ihren Mitarbeitern mehr Pausen zu geben.

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Ein individuell ergonomisch eingestellter Arbeitsplatz hilft, Fehlbelastungen und schneller Ermüdung vorzubeugen.
Ein individuell ergonomisch eingestellter Arbeitsplatz hilft, Fehlbelastungen und schneller Ermüdung vorzubeugen.
(Bild: Waldmann)

Die Studie „It is time to get a rest“, die Manel Baucells zusammen mit Co-Autor Lin Zhao von der Chinese Academy of Sciences in Peking durchgeführt hat, gibt Einblicke hinsichtlich der Überwindung von Müdigkeit und Steigerung der Produktivität der Belegschaft. Sie schaut, wie deren Leistung am besten über den Tag verteilt werden kann. Verglichen mit den Performance-Daten von Athleten und Schwimmern bei Zeitrennen, realisieren diese nicht kontinuierlich ihre Höchstleistung, während ein Arbeitgeber jedoch genau dies von seinen Angestellten verlangt.

Ermüdungs-Nutzlosigkeits-Modell beurteilt Leistungsfähigkeit

Um zu beurteilen, wie die Leistung der Arbeiter am besten über einen einzigen Arbeitstag verteilt werden kann, entwickelten Baucells und Zhao ein Ermüdungs-Nutzlosigkeits-Modell, das sich aus zwei Arten von Aufwandsmustern zusammensetzt, die durch die Art der Arbeit bestimmt wird.

Bei Arbeitsplätzen, an denen die Arbeit angepasst werden kann, fand man heraus, dass ein analoges ‚hoch-niedrig-hoch‘-Leistungsmuster der beste Weg ist, um Müdigkeit zu bewältigen. „Die Idee ist, den Tag mit maximaler Intensität zu beginnen und zu beenden, es in der Mitte aber etwas ruhiger angehen zu lassen“, sagt Baucells. „Für lange Arbeitstage sollten wir den ‚Marathon-Stil‘ anwenden: Die Dauer der maximalen Intensität wird kurz sein und die Idee ist, ein moderates Tempo während des Tages zu halten.“

Dieses analoge Muster steht im Kontrast zu einem Teufelskreis, in dem sich einige Angestellte befinden. Für diejenigen, die langsamer anfangen und in einem ‚niedrig-mittel-hoch‘ Muster vorgehen, bedeutet dies, dass diese für den langsamen Start dann am Ende des Tages ein so hohes Niveau beibehalten müssen, dass sie zu müde sind, ein neues Projekt mit hoher Geschwindigkeit zu beginnen. Und somit geht das Muster immer so weiter.

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