Hochlastprüfstände
Wie Sensorik hilft, Windkraftanlagen effizienter zu machen

Von Angela Unger-Leinhos 6 min Lesedauer

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In der Industrie ist die gründliche Prüfung von Bauteilen und Strukturen unerlässlich. Das gilt im Kleinen ebenso wie für sehr große Systeme, auf die teils gewaltige Kräfte und Drehmomente einwirken, die bis in den Meganewton-Bereich gehen können. Auch in Hochlastprüfständen bringt Sensorik von GTM hochpräzise, zuverlässige Ergebnisse und trägt dazu bei, die technische Entwicklung voranzutreiben.

Kraftaufnehmer Serie RF von GTM sind robust gebaut und besitzen ein breites Mess-Spektrum mit einem Nennkraftbereich von 25 kN bis 10 MN – Sondermodelle mit höherer Nennkraft wie für Hochlastprüfstände erforderlich sind realisierbar.(Bild:  GTM GmbH)
Kraftaufnehmer Serie RF von GTM sind robust gebaut und besitzen ein breites Mess-Spektrum mit einem Nennkraftbereich von 25 kN bis 10 MN – Sondermodelle mit höherer Nennkraft wie für Hochlastprüfstände erforderlich sind realisierbar.
(Bild: GTM GmbH)

Die Energiewende hat weltweit zu einem großen Wachstum bei Windkraftanlagen geführt – und das buchstäblich, denn nicht nur die schiere Zahl der Systeme steigt fortlaufend. Auch die Anlagen selbst sind über die Zeit hinweg stets leistungsstärker, effizienter und vor allem größer geworden. Einige Zahlen dazu: Zum Jahresende 2023 lag in Deutschland der kumulierte Gesamtbestand von Windkraftanlagen bei 28.677 an Land und 1.566 offshore – Rückbauten und Re-Powering bestehender Anlagen eingerechnet (Quelle: Deutsche Windguard). 20 Jahre zuvor waren es über 15.000 Anlagen onshore; 2013 waren knapp 220 deutsche Offshore-Anlagen verzeichnet, davon 116 noch ohne Netzanschluss (Quelle: Statista).

Die Dimensionen von Windkraftanlagen sind ebenfalls kontinuierlich gewachsen. Aktuelle Systeme an Land haben eine durchschnittliche Nabenhöhe von 136 m, bei einem Rotordurchmesser von bis zu 141 m ragt die gesamte Anlage im Schnitt 206 m über Grund auf – mit regionalen Unterschieden. In Norddeutschland sind Windkraftanlagen nicht größer als 180 m. 2010 lag die durchschnittliche Nabenhöhe noch bei knapp 100 m, der Rotordurchmesser bei 80 m. Für Offshore-Windparks sind für 2025 bereits Rotordurchmesser zwischen 174 m und 236 m geplant, bei Nabenhöhen zwischen 107 und 145 m (Quelle: Deutsche Windguard) – auch hier gab es innerhalb der letzten beiden Jahrzehnte ein ähnliches Wachstum.