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Aktivitätserkennung Wird die Smartwatch den Werker überwachen?

| Redakteur: Sariana Kunze

Mit integrierten Beschleunigungssensoren können Smartwatches viel über ihren Träger herausfinden. Egal ob beim Sport, Schlaf oder bei der Arbeit die Uhr zeichnet auf. Eine Funktion die Forscher am Fraunhofer IGD als zukunftsträchtig für Arbeiter im Industrie 4.0-Umfeld sehen. Die Technologie soll vor allem Sicherheit für den Werker gewährleisten.

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Durch Beschleunigungssensoren eignen sich Smartwatches zur Aktivitätserkennung und somit auch für die Smart Factory. Gerade für Industrie 4.0 erwarten die Fraunhofer-Forscher in den kommenden Jahren spannende Entwicklungen.
Durch Beschleunigungssensoren eignen sich Smartwatches zur Aktivitätserkennung und somit auch für die Smart Factory. Gerade für Industrie 4.0 erwarten die Fraunhofer-Forscher in den kommenden Jahren spannende Entwicklungen.
(Fraunhofer IGD)

Es scheint wie Zukunftsmusik, ist aber schon im Alltag zu Hause und am Arbeitsplatz angekommen. Beschleunigungssensoren in Smartphones, Smartwatches und in der Kleidung ermöglichen das unaufdringliche Erfassen körperlicher Aktivität. Beim Sport helfen sie digitalen Trainern Übungen zu korrigieren. Intelligente Wohnumgebungen erkennen Stürze und rufen Hilfe herbei. Eine Handbewegung kann Licht dimmen, Jalousien herunterlassen oder den Fernseher anschalten.

Am Fraunhofer IGD werden solche Technologien entwickelt. Technologien, die die Aktivität eines Menschen erkennen und damit Anwendungen und Maschinen steuern können. Sie messen beispielsweise den Puls, Körperbewegungen oder den Blutdruck. Diese Daten helfen Ärzten oder Therapeuten, den Gesundheitszustand und die zukünftige Entwicklung eines Patienten besser einzuschätzen. Am Arbeitsplatz können ungesunde Körperhaltung, zu starke körperliche Belastung oder ein zu hoher Lärmpegel erkannt werden. Auf die Sicherheit der erhobenen Daten legen die Fraunhofer-Forscher dabei großen Wert.

Eine neue Ebene

Laut Prof. Bodo Urban vom Fraunhofer IGD in Rostock können in den nächsten Jahren spannende Entwicklungen in der Industrie entstehen: "Die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine wird durch Aktivitätserkennung auf die nächste Ebene gehoben." Maschinen und Roboter erkennen menschliche Aktivitäten und reagieren auf diese. Produktionsanlagen können via Smartwatch intuitiv durch Gesten gesteuert werden. Beispielsweise löst ein Hochreißen der Hände im Störungsfall den Not-Aus-Schalter aus. Maschinen erfassen, wann sich der Werker wo befinden wird und sorgen dafür, dass benötigte Materialien und Werkzeuge zur richtigen Zeit am richtigen Platz zu finden sind. "Das Potenzial der Aktivitätserkennung wird noch lange nicht ausgeschöpft", sagt Urban.

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