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Ausbildung & Studium Wissen, Können, Tun – 96 Nachwuchskräfte für die digitalisierte Industrie

| Redakteur: Katharina Juschkat

Die Friedhelm Loh Group hat jetzt 96 Nachwuchskräfte aus Studium und Ausbildung verabschiedet. In den Abschlusspräsentationen wird deutlich: IT und Industrie gehen Hand in Hand – und machen Lust aufs Lernen.

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23 Studierende verabschiedete die Friedhelm Loh Group ins Berufsleben. „Mit ihrem abgeschlossenen Studium haben Sie beste Voraussetzungen“, sagte Michael Weiher, Geschäftsführer Produktion bei Rittal (1. Reihe, 3. von rechts).
23 Studierende verabschiedete die Friedhelm Loh Group ins Berufsleben. „Mit ihrem abgeschlossenen Studium haben Sie beste Voraussetzungen“, sagte Michael Weiher, Geschäftsführer Produktion bei Rittal (1. Reihe, 3. von rechts).
(Bild: Friedhelm Loh Group)

Wenn Kevin Grahn über Spaltkontrollen in der Fertigung, Verdrahtungslösungen und Klemmleisten spricht, ist ihm die Begeisterung deutlich anzumerken. Der Elektroniker für Betriebstechnik hat vor kurzem seine Ausbildung beim Schaltschrank- und Systemanbieter Rittal erfolgreich abgeschlossen. Jetzt präsentierte er vor der Geschäftsleitung, seinen Ausbildern und Kollegen seine Abschlussarbeit. „Eine der Anlagen im Werk Wissenbach hatte nach einer Umbaumaßnahme einen Fehler, so dass immer wieder Gehäuse irreparabel beschädigt wurden“, erklärte Grahn das Problem, für das er in seiner Abschlussarbeit die Lösung fand. Mittels einer softwaregesteuerten Lichtschranke konnte die mögliche Beschädigung der durchlaufenden Gehäuse komplett verhindert werden. „Das Interessante an der Arbeit war der sowohl hardware- als auch softwaretechnische Anspruch“, berichtete Grahn, der sich für die Abschlussarbeit eine Programmiersprache aneignete und vor allem in den Pausenzeiten an der Maschine tüftelte: „Schließlich muss der laufende Betrieb weiterhin gewährleistet sein.“

73 Auszubildende hat die Friedhelm Loh Group in diesem Jahr nach erfolgreichem Abschluss von Ausbildung oder Studium feierlich ins Berufsleben verabschiedet.
73 Auszubildende hat die Friedhelm Loh Group in diesem Jahr nach erfolgreichem Abschluss von Ausbildung oder Studium feierlich ins Berufsleben verabschiedet.
(Bild: Friedhelm Loh Group)

Grahn ist einer von 96 Nachwuchskräften, die die Friedhelm Loh Group in diesem Jahr nach erfolgreichem Abschluss von Ausbildung bzw. Studium ins Berufsleben verabschieden konnte. 28 Auszubildende hatten ihre Prüfung sogar vorgezogen und hatten bereits Anfang des Jahres ihre Ausbildung beendet. „Wir haben ganz tolle Leistungen gesehen“, freute sich Matthias Hecker, Leiter der gewerblich-technischen Ausbildung bei Rittal, der den jungen Absolventen den Ratschlag mit auf den Weg gab, „immer neugierig zu bleiben und nie aufzuhören zu lernen“.

Industrie 4.0: Die Arbeitswelt verändert sich

73 Azubis hat die Unternehmensgruppe in diesem Jahr verabschiedet. 23 junge Menschen schlossen zudem ihr duales „Studium Plus“ ab, das die Friedhelm Loh Group in Kooperation mit der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) anbietet. Die Ausbildungsmöglichkeiten reichen von der Fachkraft für Lagerlogistik über den Maschinen- und Anlagenführer bis zum Mechatroniker für Kältetechnik in der dualen Ausbildung und vom Studium des Ingenieurswesens bis zur Betriebswirtschaft. „Die besten Voraussetzungen für eine gute Ausbildung findet man in Deutschland“, sagte Michael Weiher, Geschäftsführer Produktion bei Rittal. „Wir haben die Ausbildung stetig weiterentwickelt. Das Berufsbild der Zukunft wird in der Industrie 4.0 aus Mechatronik und IT bestehen. Dafür brauchen wir gut ausgebildete Fachleute.“

1500 Azubis haben die Unternehmen der Friedhelm Loh Group seit der Firmengründung ausgebildet. Das Unternehmen bietet 2013 ein Förderprogramm für Potenzialträger und seit zwei Jahren eine Nachqualifizierung zum IHK-anerkannten Berufsabschluss „Maschinen- und Anlagenführer“ an.

Clevere Lösungen schon im Studium entwickeln

Industrie 4.0 ist auch Teil des „Studium Plus“. Weiher erklärt: „Die Zusammenführung sämtlicher Prozesse vom Engineering über die Fertigung bis zur Logistik und kaufmännischen Prozessen machen ganz neue Studieninhalte nötig. Es geht zukünftig darum, clevere Lösungen zu entwickeln, um die Prozesse durch Vernetzung schneller und besser zu machen.“ Die 23 Studienabsolventen seien durch ihre Praxiserfahrung in der Unternehmensgruppe, wo sie in Abteilungen und Projekten mitarbeiteten, gut ausgerüstet für dieses Berufsfeld. Seit 2001 bietet die Friedhelm Loh Group das duale Studium an. Der Vorteil soll die Verzahnung von Theorie und Praxis sein – das Studium an der Universität wechselt sich mit Praxisphasen im Unternehmen ab.

Dass sich die Absolventen für ihre Studieninhalte begeistern, zeigten auch die Abschlussnoten. Weiher ehrte die vier Top-Absolventen Jaquelin Hansel und Max Schüssler, Studierende des Wirtschaftsingenieurwesens sowie Jan Hartmann, Absolvent des Ingenieurswesens und Niclas Thielmann, Absolvent der Betriebswirtschaft. „Das sind beeindruckende Ergebnisse“, lobte der Geschäftsführer. „Sie haben viel Wissen erworben und sich das zugehörige Können angeeignet. Nun gilt es, beides im praktischen Tun einzusetzen und auszubauen. Sie haben beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft.“

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