Monitoring

Wohin fließt die Energie?

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Erste Ergebnisse: über 90 Prozent der Energieströme exakt nachvollziehbar

Rund zwei Jahre nach Einführung der Software lassen sich im IISB über 90 Prozent der Energieströme exakt nachvollziehen. Das gesamte Energiemonitoringsystem wird sekündlich in Echtzeit aktualisiert. Durch diese kurzen Intervalle kommen die SEEDs-Forscher dem Ziel, Lastspitzen zu reduzieren, einen entscheidenden Schritt näher. Denn vor allem elektrische Energiespeicher lassen sich so exakt und bedarfsgesteuert zu- und wieder abschalten.

Zum einen dienen die erfassten Daten zur Dokumentation und als Basis für weitere Forschungen. Weiterhin werden dann konkrete Einsparungen an elektrischer und thermischer Energie im Fraunhofer IISB realisiert. Denn selbstverständlich ist die Steigerung der Energieeffizienz ein zentrales Ziel bei der Arbeit mit Energiemonitoringsystemen. Mit intelligenten Produkten und Systemen von Siemens wurden bei anderen Praxisanwendungen außerhalb des IISB bereits Einsparungen von bis zu 20 Prozent erreicht.

Optimierungspotenziale aufspüren

Im Betriebsalltag zeigt die exakte Analyse der Energieströme Optimierungspotenziale auf. „Im ganzen Gebäude und selbst in unserem alten Bestandsbau finden wir über das System immer wieder Ansatzpunkte für energetische Verbesserungen“, stellt Richard Öchsner für das Fraunhofer IISB fest. Als Beispiele nennt er nicht optimale Betriebsstrategien für die Betonkernaktivierung oder für gekoppelte Heizungspumpen. Und auch bei der Fehlersuche helfen die Daten aus dem Energiemonitoring, beispielsweise wenn ein Switch einen falschen Alarm für das Notkühlsystem im Serverraum auslöst. So ist auch das Interesse anderer Institutsbereiche an den erfassten Daten entsprechend groß.

Fazit

Das aktuelle Forschungsprojekt SEEDs entwickelt zukunftsfähige Energiemodelle und -systeme für kleine und mittlere Industrieunternehmen. Eine zentrale Rolle spielen in diesem Zusammenhang Energiemonitoringsysteme. In seiner Doppelrolle als Forschungsinstitution und gleichzeitig als komplexer Energieverbraucher setzt das Erlanger Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB auf die Software Powermanager von Siemens. Mit gutem Erfolg, wie Projektleiter Dr.-Ing. Richard Öchsner auch mit Blick auf die nächsten Jahre resümiert: „Wir haben mit der Software Powermanager ein leistungsfähiges, weiter wachsendes System und damit auch eine sehr gute Ausgangssituation für die weiteren Forschungsaktivitäten.“

* Sebastian Winklmann, Marketing Manager für Energiemonitoringsysteme, Siemens, Division Energy Management

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