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Energiespeicher

xStorage-System macht Amsterdam Arena zum emissionsfreien Stadion

| Redakteur: Sariana Kunze

Eaton, Nissan und The Mobility House starten in die nächste Phase ihrer Kooperation und statten die Amsterdam Arena mit einem der größten Energiespeicher aus, die in einem europäischen Stadion installiert wurde. Das Energiespeichersystem xStorage wird in das Parkhaus des Stadions integriert und besitzt eine Speicherkapazität von 3 MW, die bei Bedarf erweitert werden kann.

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Ein emissionsfreies Stadion wird in Amsterdam Realität – Eaton, Nissan und The Mobility House haben die Amsterdam Arena mit einem der größten Energiespeicher ausgestattet, der je je in einem europäischen Gewerbebau oder einem Stadion installiert wurde.
Ein emissionsfreies Stadion wird in Amsterdam Realität – Eaton, Nissan und The Mobility House haben die Amsterdam Arena mit einem der größten Energiespeicher ausgestattet, der je je in einem europäischen Gewerbebau oder einem Stadion installiert wurde.
(Bild: gemeinfrei / CC0)

Die Amsterdam Arena wird zum ersten emissionsfreien Stadion dank einer Energiespeicherlösung von Eaton, Nissan und The Mobility House. In dem Stadion übernimmt der Energiespeicher bei Stromausfällen die Notfallversorgung, bietet Spitzenlastmanagement und sorgt für mehr Balance und Stabilität im lokalen Stromnetz. Durch die Einbindung der mehr als 4.000 Photovoltaik-Module, die derzeit auf dem Dach der Arena installiert sind, unterstützt das Energiespeichersystem xStorage die Schwankungen im Netz. Unterschiede zwischen benötigter und angebotener Menge an Energie können somit ausbalanciert werden.

Energiekosten bei Fußballspielen senken

Das Eaton/Nissan Energiespeichersystem xStorage kombiniert fabrikneue und 2nd Life Batterien Nissan Leafs in einer Anwendung. Die eingesetzte Speicherkapazität von 3 MW besteht aus einer Kombination von 63 2nd Life und 85 neuen Nissan Leaf Battery Packs. Die erste Phase der Installation ist bereits im Gange, der Abschluss des Projekts ist für das erste Quartal 2018 geplant. Betreiber des Speichers ist eine Tochtergesellschaft der Amsterdam Arena, die Amsterdam Energy Arena. Das Unternehmen erzeugt, speichert, verteilt und vermarktet Energie.

Bei Fußballspielen und anderen Events steigt der Energieverbrauch der Amsterdam Arena signifikant. Das xStorage-System hilft beim Glätten dieser Lastspitzen, indem es die kurzfristig benötigte zusätzliche Energiemenge zur Verfügung stellt. So sinken die Energiekosten. Darüber hinaus übernimmt das Speichersystem bei Ausfällen und Störungen die Notfallversorgung. Die Leistung beträgt 3 MW, was dem Energiebedarf von mehreren tausend Haushalten entspricht. „Schon alleine wegen der noch nie dagewesenen Dimension des Speichersystems, welches intelligent in die bestehende Elektroanlage integriert ist, ist dieses Projekt für Eaton von besonderer Bedeutung“, erklärt Kai Zimmermann, Segment Marketing Manager Commercial Building bei Eaton. „Hinzu kommt die Tatsache, dass wir diese Lösung in die bestehende Infrastruktur integrieren mussten – das machte das Projekt zu einer unserer bisher komplexesten und interessantesten Herausforderungen. Dieses Projekt wird unseres Erachtens weltweit eine Vorreiterrolle bei Energiemanagement-Lösungen einnehmen.“

Energiespeicher für die Notfallversorgung

„Der Speicher dient nicht zuletzt als Notfallversorgung“, erklärt Henk van Raan, Innovation Director der Amsterdam Arena. „Diesen benötigen wir, um bei internationalen Fußballspielen die Sicherheit gewährleisten zu können. Die alten Dieselgeneratoren sind damit überflüssig. Darüber hinaus tragen wir aber auch dazu bei, für mehr Balance im Stromnetz zu sorgen – das ist die Grundlage des Geschäftsmodells von Amsterdam Energy Arena. In Zukunft wollen wir im lokalen Smart Grid eine zentrale Rolle spielen, zum Beispiel indem wir andere Gebäude im Umkreis mit Energie versorgen. Das Speichersystem ist hierfür unverzichtbar. Außerdem wollen wir es möglich machen, Connected Electric Cars an das System anzuschließen – deshalb haben wir den Speicher im Parkhaus platziert. Die Batterien der geparkten Fahrzeuge bieten dann zusätzliche Speicherkapazität und können temporäre Produktionsüberschüsse flexibel aufnehmen. Es handelt sich hier um eine Herausforderung, die wir gemeinsam mit Eaton, Nissan und The Mobility House zuversichtlich angehen.“

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