Suchen

Photovoltaik Zelleffizienz bei PV-Modulen um 2,5 Prozent verbessert

Redakteur: Reinhard Kluger

Erstmals verbaut Mitsubishi monokristalline PV-Module. Zudem erhöhen mehr Zellen auf dem PV-Modul und eine besondere Anschlusstechnik die Effizienz der PV-Anlage.

Firma zum Thema

Ein monokristallines Photovoltaik-Modul mit der hoch effizienten 4 Busbar-Technologie bietet Mitsubishi Electric an.
Ein monokristallines Photovoltaik-Modul mit der hoch effizienten 4 Busbar-Technologie bietet Mitsubishi Electric an.
( Archiv: Vogel Business Media )

Warum Mitsubishi Electric auf vierpolige Sammelschienen bei seinen monokristallinen Photovoltaik-Module setzt, ist schnell erklärt: Dank dieser Technik ließ sich die Anzahl der Zellen auf dem Photovoltaik-Modul verdoppelen, gleichzeitig die Spannung erhöhen und der Stromfluss reduzieren. „Erreicht wurde dies durch eine Halbierung und Verschaltung der monokristallinen Zellen“, so Michael Klinge, Division Manager Mitsubishi Electric, Photovoltaik. „Gleichzeitig halbiert sich durch die kürzeren Busbars auch der Stromfluss. Dies führt wiederum zu einer Reduzierung des elektrischen Widerstands innerhalb der Busbars. Das überzeugende Endergebnis ist eine Erhöhung der Zelleffizienz um 2,5 Prozent. Mit dieser Half-Cut-Technik sind wir wiederum der erste Hersteller am Markt und festigen damit unsere Technologieführerschaft in der Branche.“

Monokristallines Photovoltaik-Modul

Bislang hatte das Ratinger Unternehmen ausschließlich multikristalline Photovoltaik-Module im Programm, jetzt steigt man mit der neuen Produktserie erstmals auch in die Produktion von monokristallinen Modulen ein. Diese gelten in ihrer Herstellung generell als anspruchsvoll. Wegen des sehr hohen Siliziumgehaltes weisen monokristalline Module aber vergleichsweise auch einen höheren Wirkungsgrad auf. So eignen sich die Module deshalb auch für Dachflächen, die hinsichtlich Dachneigung und Himmelsrichtung keine optimalen Bedingungen für einen maximalen Solarertrag aufweisen.

Besonders geschützte Anschlussdose

Auch die neuen Photovoltaik-Module der MLT-Serie verwenden die Anschlussdosen mit Vierfachschutz. „Gerade die Anschlussdose ist oft ein kritischer Punkt bei Photovoltaik-Modulen, die mehrere Jahrzehnte unter allen Witterungseinflüssen absolut störungsfrei auf einem Dach funktionieren sollen“, erläutert Klinge dazu. „Sie bilden die Übergabestation vom Modul zum Wechselrichter. Nur ein- oder zweifache Sicherungen bieten hier deswegen keinen adäquaten Schutz.“ Deshalb hat das Unternehmen die Anschlussdose mit einer Vierfach-Schutzkombination gesichert, bestehend aus einem UL94 V-0 zertifizierten Vergussmaterial und sowie einer Metall-, einer Harz- und einer weiteren Metallabdeckung.

Zusatzstrebe stabilisiert den Rahmen noch besser

Auch den Rahmen der neuen Modulserie hat man weiter verbessert. So sei der Rahmen im L-Format im Zusammenhang mit einer Zusatzstrebe auf der Rückseite nochmals stabiler geworden. Dadurch wären auch deutlich höhere Schneelasten als bislang möglich. Der Rahmen besteht aus eloxiertem Aluminium mit einer schwarzen Beschichtung. Beide Ausstattungsmerkmale würden einen langfristigen Korrosionsschutz gewährleisten. Für eine gute Drainage haben die Rahmen darüber hinaus Bohrungen an den Ecken und der Rückseite. Leistungseinbußen beispielsweise durch Moosbildung und Schäden durch Wasser würden dadurch nachhaltig minimiert.

Entspiegeln erhöht die Leistung

Das cerium-freie und hoch transparente Modulglas enthält eine aufwendige Entspiegelungsschicht. Diese verbessert die Lichtdurchlässigkeit durch eine Reduzierung der Oberflächen-Spiegelung. Darüber hinaus ist die Entspiegelungsschicht resistenter gegen Staub- und Schmutzablagerungen. Alleine diese neuartige Beschichtung führe zu einer um 2 Prozent höheren Leistung der Module. Durch ein innovatives Herstellungsverfahren verzichtet Mitsubishi Electric auf den Einsatz von verbleitem Lötzinn und nutzt bleifreies Lötzinn. Die Module sind in den Leistungen 250, 255, 260 und 265 W/Peak sowie den Abmessungen 1625 mm x 1019 mm erhältlich.

(ID:373358)