Lünendonk-Anwenderstudie 2011 Zukunft der Ingenieurdienstleistungen in Deutschland

Redakteur: Ines Stotz

Nach einer aktuellen Anwenderstudie, die Lünendonk, Gesellschaft für Information und Kommunikation, durchgeführt hat, wird ein starkes Wachstum der externen Ingenieurdienstleistungen in Deutschland erwartet. Energieeffizienz, neue Energien und Elektromobilität wurden als wichtige Innovationstreiber identifiziert. Und entscheidend für den Auftrag ist die Lieferfähigkeit.

Anbieter zum Thema

Der Bedarf nach externer Technologie-Beratung und Engineering Services steigt. Mehr als die Hälfte der von Lünendonk befragten mittelständischen und großen Anwender-Unternehmen in Deutschland (51,3 Prozent) rechnet mit einer steigenden Nachfrage im eigenen Unternehmen. Bei den Großunternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern sind es sogar 61,3 Prozent. Insgesamt gehen 44 Prozent von einem konstanten Bedarf aus. Nur 4,7 Prozent erwarten eine rückläufige Entwicklung der internen Nachfrage. Das zeigt die aktuelle Lünendonk-Anwenderstudie 2011: „Zukunft der Ingenieurdienstleistungen in Deutschland“, die in Zusammenarbeit mit den Unternehmen Alten, Altran, IndustrieHansa und Yacht-Teccon durchgeführt wurde.

Wesentliche Treiber für die wachsende Nachfrage in den nächsten Jahren sind Themen wie Materialentwicklung, neue Fertigungsverfahren, Energieeffizienz oder Elektromobilität. Dazu kommen branchenspezifische Anforderungen wie Emissionsreduzierung und damit eng verbunden Gewichtsreduzierung sowie neue Werkstoffe/Leichtbau in der Automobilindustrie. Im Maschinenbau bestimmen Prozesseffizienz, Fertigungstechnologien, Nachhaltigkeit sowie Simulation/3-D die Agenda in den nächsten Jahren.

„Die Vielfalt der Themen sowie der erforderliche Technologietransfer stellt die Anwender-Unternehmen vor große Herausforderungen“, sagt Hartmut Lüerßen, Partner der Lünendonk und Autor der Studie. „Hier können die externen Partner großen Mehrwert schaffen. Ein Beispiel: Klassisches Luftfahrt-Know-how in Themen wie Oberflächendesign und Aerodynamik ist extrem wertvoll für die Optimierung der Propeller von Windkraftanlagen“, sagt Lüerßen weiter.

Kriterien für die Wahl eines geeigneten Dienstleisters

Im Rahmen der Studie wurden die Anwender-Unternehmen auch zu den Kriterien befragt, die sie bei der Wahl eines Dienstleisters berücksichtigen. Angesichts des strukturellen Fachkräftemangels verwundert es nicht, dass für die Anwender die „Lieferfähigkeit“ neben der „Technologiekompetenz“ am wichtigsten ist. Schließlich nutzt die beste Kompetenz nichts, wenn der Berater oder das Team nicht zur Verfügung steht. An dritter Stelle der Auswahlkriterien rangiert das „Preis/Leistungsverhältnis“ gefolgt von der „Branchenkompetenz“. Die „Empfehlungen durch interne Projektreferenzen“ erreichen den fünften Platz in der Priorität der Auswahlkriterien, vor der Innovationskraft des externen Dienstleisters.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:376209)