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Zukunftssicheres Konzept für die Fertigungs- und Prozessautomatisierung

| Redakteur: Ines Stotz

Die Zahl der Profinet-Knoten und -Anlagen wächst weiterhin rasant. Dies bestätigen die laufenden Aktivitäten des Dachverbandes PI (Profibus & Profinet International). So wurden mit der Fertigstellung des Applikationsprofils „Profinet for Process Automation“ und dem Abschluss der Spezifikationsarbeiten für PROFIenergy weitere wesentliche Meilensteine erreicht. Zudem ist IO-Link auf dem Weg zur internationalen Norm.

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Mit der Fertigstellung des Applikationsprofils für die Prozessautomatisierung können die Hersteller mit der Implementierung der Funktionen in Profinet-Produkte beginnen
Mit der Fertigstellung des Applikationsprofils für die Prozessautomatisierung können die Hersteller mit der Implementierung der Funktionen in Profinet-Produkte beginnen
( Archiv: Vogel Business Media )

„Mit der Fertigstellung des Applikationsprofils ’Profinet for Process Automation’ ist Profinet, wie bisher Profibus auch, sowohl für die Fertigungs- als auch für die Prozessautomatisierung bestens gerüstet“, erklärt Jörg Freitag, Vorstandsvorsitzender der Profibus Nutzerorganisation.

Die Prozessautomatisierung stellt hohe Anforderungen an die Zuverlässigkeit und die Verfügbarkeit. Denn die Anlagen müssen 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag ununterbrochen produzieren - dies nicht selten über einen Zeitraum von 15 Jahren und mehr. Änderungen müssen jederzeit während des Betriebes der Anlage möglich sein, um so den Produktionsprozess stetig verbessern zu können. Ursachen für Fehler müssen erkennbar sein - ungeachtet der Komplexität der eingesetzten Sensoren und Aktoren. Eine weitere Herausforderung ist die hohe Anzahl der Signale in einer Anlage, die typischerweise bis zu 100.000 beträgt.

Laut Jörg Freitag ergaben sich daraus vier Hauptaspekte, die in die entsprechenden Erweiterungen eingeflossen sind: Integration bestehender Feldbusse, Configuration in Run, Zeitsynchronisation und Zeitstempelung sowie skalierbare Redundanz.

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Mit der Fertigstellung der Dokumente können nun die Herstellerunternehmen mit der Implementierung dieser Funktionen in Profinet-Produkte für die Prozessautomatisierung beginnen. Jörg Freitag: „Dies ebnet den Weg für kostenoptimierte Automatisierungslösungen und ist vor allem mit Blick auf den Investitionsschutz für bereits bestehende Anlagen, beziehungsweise deren weiteren Ausbau, von hoher Bedeutung.“

Zertifizierung für PROFIenergy fertig gestellt

Nach Abschluss der Spezifikationsarbeiten für PROFIenergy hat PI nun auch die entsprechende Testspezifikation sowie Testsystemfunktionalität für die Zertifizierung fertig gestellt. Die Zertifizierungstests der Energiemanagement-Funktionen erfolgen - verbindlich vorgeschrieben - in den für Profinet akkreditierten PI-Test-Laboren.

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