Arbeitsmarkt Fachkräfte-Offensive für neue Chipfabriken notwendig

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

In Deutschland werden die Produktionen für Zukunftstechnologien angekurbelt. Doch neue Fabrikhallen sind ohne die entsprechenden Fachkräfte nutzlos.

Für 17 Milliarden Euro soll in Magedburg eine hochmoderne Intel-Fabrik zur Fertigung von Chips entstehen. Doch gibt es in Deutschland überhaupt genug Fachkräfte, um alle Stellen zu besetzen? (Bild:  Intel Corporation)
Für 17 Milliarden Euro soll in Magedburg eine hochmoderne Intel-Fabrik zur Fertigung von Chips entstehen. Doch gibt es in Deutschland überhaupt genug Fachkräfte, um alle Stellen zu besetzen?
(Bild: Intel Corporation)

Für die geplanten neuen Chipfabriken in Deutschland ist aus Sicht des Verbands Bitkom neben der staatlichen Finanzhilfe auch eine Fachkräfte-Offensive notwendig. „Wenn wir die neuen Chipfabriken mit Milliardenbeträgen aus Steuergeldern fördern, dann brauchen wir auch finanzielle Mittel für die Ausbildung von Fachkräften, die dort arbeiten sollen, ganz gleich, ob vom Bund oder von den Ländern“, sagte der Präsident des Branchenverbands der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche, Ralf Wintergerst, dem „Münchner Merkur“. Bundesweit seien in der Informationstechnik 137.000 Stellen offen.

Chiphersteller planen mit staatlicher Milliardenhilfe Halbleiterwerke in Magdeburg und Dresden. Es sei von immenser Bedeutung, dass die neuen Standorte ihren Betrieb wie geplant aufnehmen könnten, sagte Wintergerst. 90 Prozent der Industrieunternehmen in Deutschland seien auf Halbleiter angewiesen, für 80 Prozent seien sie unverzichtbar.

Der Bitkom-Präsident sprach sich dafür aus, dass qualifizierte Fachkräfte einfacher nach Deutschland einwandern können; sie könnten sich ihre Jobs weltweit aussuchen. Die Verwaltungsprozesse seien noch „so umständlich, dass sie den politischen Willen, Top-Leute nach Deutschland zu holen, faktisch konterkarieren“, kritisierte Wintergerst. Außerdem müssten in Deutschland mehr junge Menschen an Schulen und Hochschulen für die Digitalwirtschaft und Mikroelektronik begeistert werden, besonders Mädchen und junge Frauen.

(ID:49709456)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung