Balluff STM

„Zum Genrebegriff der Optosensorik werden“

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Erfolgreich mit einer eigenen Erfindung - und doch haben Sie sich akquirieren lassen?

Es gibt Situationen, in denen man als Unternehmer an Familie und Mitarbeiter denken und entsprechende Weichen stellen muss. Bei mir war es eine Krankheit, weshalb ich vorsorglich vor drei Jahren ganz klassisch den Verkauf eingeleitet habe. Zur selben Zeit wollte Balluff neue Märkte erschließen. Das hat gut gepasst, denn unsere Zusammenarbeit hatte schon vor 17 Jahren begonnen und sich in der Praxis gefestigt und bewährt. Balluff hatte seinerzeit bereits im Bereich Automotive, Maschinenbau und Werkzeugmaschinenbau die besonderen Vorteile unserer Technologie gesehen. Über unsere Hauptmärkte Laborautomatisierung und Halbleiterindustrie hinaus richten wir nun als Balluff STM auch der gemeinsame Fokus auf den gesamten Handling-Maschinenmarkt.

Es entstehen also bereits Synergieeffekte aus der Übernahme von STM durch Balluff?

Genau, wir verknüpfen hier technologische Kenntnisse aus dem Maschinenbau mit optischer Präzision. Wir machen jetzt Produkte, die von ihrer Gestaltung und ihrem Bedienkonzept her Balluff „like“ sind und verbinden sie mit der Präzision, die von STM kommt. Ein Beispiel ist das neue Lichtband LBA, das wir mit seiner Technololgie zwischen Anwendungen mit Kamera und Sensorik positionieren.

Balluff hat uns von Anfang an klar als Kompetenzzentrum gesehen und investiert nun kräftig in uns als Standort.

Können Sie ein paar Eckdaten nennen?

Die Vergleichsbasis passt zwar nicht mehr 1:1, sie kann aber als grobe Orientierung: Seit der Übernahme vor rund zwei Jahren hat sich unser Umsatz fast verdoppelt, die Zahl der Mitarbeiter ist von 50 auf 60 gewachsen. Wir arbeiten an großen, spektakulären Projekten zur Wafer-Zentrierung – und zwar im Ultrahochvakuum bei 10-9 Millibar. Da können klassische Optosensoren nicht eingesetzt werden.

Ich wage zu behaupten: Das hätten wir vom Know-how her schon vor zehn Jahren gekonnt. Aber wir wären die einzigen gewesen, die diese Technologie beherrscht hätten. Damals aber scheuten manche Auftraggeber das Risiko, sich von uns als kleiner Firma abhängig zu machen. Wir profitieren nun sehr von der Marktpräsenz und von der Reputation des Unternehmens Balluff. Mit Balluff gemeinsam sehe ich auch eine reale Chance, meine Vision zu verwirklichen.

Und wie sieht Ihre Vision aus?

Micromote soll sich als Alternative zu Faseroptik etablieren und zu einem Genre-Begriff werden, ähnlich wie Tempo für Papiertaschentücher.

Micromote quasi als das Tempo der Opto-Sensorik?

(lacht) Nicht der ganzen Opto-Sensorik, aber doch ein selbstständiger Begriff, der aus der Kenntnis des Namens heraus selbsterklärend ist. Das ist etwas, das ich ohne Balluff sicher nicht erreichen könnte.

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