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Zutrittskontrolle ins Werk: So lässt sich ein Sicherheitssystem wirtschaftlich umsetzen

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Koexistenz zu anderen Funksystemen

Das proprietäre Trusted Wireless 2.0 schließt die Lücke zwischen Wireless Hart als Lösung für die in der Prozesstechnik aufgebauten Sensornetzwerke sowie den in der Fabrikautomation etablierten Wireless-Standards Bluetooth und WLAN. Je nach Applikationsanforderung bietet sie verschiedene Einstelloptionen. Von der einfachen Punkt-zu-Punkt-Verbindung bis zu selbst heilenden Mesh-Netzwerken lassen sich beliebige Netzwerkstrukturen realisieren, um neben der Übertragung von I/O-Daten und dem seriellen Kabelersatz auch I/O-Module direkt in eine Modbus-RTU-Steuerung zu integrieren. Selbst heilend bedeutet dabei, dass die Daten bei Ausfall einer Verbindung innerhalb des vermaschten Netzwerks über andere Netzwerkknoten an den Empfänger umgeleitet werden, was die Verfügbarkeit der Kommunikation erhöht.

Wie bereits erwähnt, zeichnet sich die im lizenzfreien 2,4-GHz- sowie im 868-MHz- und 900-MHz-Frequenzband arbeitende Trusted Wireless-Technologie durch die Überwindung großer Entfernungen aus. Zu diesem Zweck kann der Anwender die Datenrate der Funkschnittstelle individuell festlegen und so die Empfängerempfindlichkeit steigern. Eine niedrige Datenrate erlaubt hier die Überbrückung einer wesentlich größeren Reichweite, als dies bei einer hohen Übertragungsgeschwindigkeit der Fall ist. Der Anwender kann die Radioline-Module somit optimal an seine spezifischen Anforderungen adaptieren. Die geringe Entfernung zwischen Kartenleser und Steuerung ermöglicht beim Kunden also die schnelle Weiterleitung der Daten. Trusted Wireless 2.0 überzeugt zudem durch gute Diagnosemöglichkeiten sowie die Koexistenz zu anderen im gleichen Frequenzband funkenden Systemen, die der Kunde am Standort ebenso nutzt.

Installation und Tausch im laufenden Betrieb

Das umfangreiche Produkt-Portfolio von Phoenix Contact beinhaltet seit mehr als zehn Jahren funkbasierte Lösungen. Als eine der neusten Entwicklungen setzt sich das Radioline-System aus einem Funkmodul und derzeit sieben unterschiedlichen anreihbaren I/O-Modulen zusammen. Die einzelnen I/O-Stationen lassen sich um bis zu 32 I/O-Module erweitern, die im laufenden Betrieb installiert oder ausgewechselt werden können. Neben dieser so genannten Hot-Swap-Fähigkeit verfügen die Wireless-Komponenten über eine hochwertige Kanal-zu-Kanal-Trennung. „Durch die Verwendung von Radioline haben wir beim Kunden zahlreiche Herausforderungen gelöst sowie viel Zeit und Geld gespart“, resümiert Mark Reunert. „Aufgrund der guten Erfahrungen in diesem und weiteren Projekten wird Actemium die Funklösungen von Phoenix Contact sicher auch weiterhin einsetzen“.

* Benjamin Fiene, Mitarbeiter im Produktmarketing Wireless, Phoenix Contact Electronics GmbH, Bad Pyrmont

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