Stromverteilungstechnik
Von der Schiene zur Plattform – Schaltschränke effizient verkabeln

Aktualisiert am 04.03.2025 Von Dr. Jörg Lantzsch 5 min Lesedauer

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Der Aufbau der Stromverteilungstechnik in Schalt- und Steuerschränken ist ein echter Zeitfresser, auch wenn er meistens schon mit Schienensystemen umgesetzt wird. Mit einer Plattformlösung sorgt Rittal für mehr Effizienz.

Die neue Power-Plattform Ri Line X von Rittal macht die Stromverteilung im Schaltschrank noch effizienter.(Bild:  Rittal)
Die neue Power-Plattform Ri Line X von Rittal macht die Stromverteilung im Schaltschrank noch effizienter.
(Bild: Rittal)

Planung und Montage der Stromverteilung innerhalb von Schaltschränken sind für Anlagenbauer oft komplex, nicht selten fehlen entsprechende Fachkräfte. Auch die seit Anfang der 2000er-Jahre als Industriestandard etablierte 60-Millimeter-Stromschienentechnik lässt in der Praxis noch manche Wünsche offen. Obwohl sie sich aufgrund zahlreicher Vorteile gegenüber der 1:1-Verkabelung im Schaltschrank vor allem in Europa etabliert hat, gibt es mittlerweile einen deutlichen Bedarf zur Weiterentwicklung. Rittal hat bei der Neuentwicklung von Ri Line X viele Aspekte daher komplett neu gedacht. Nicht nur mechanisch, sondern auch konzeptionell beim Ansatz als offene Plattform für Technologie-Partner.

Halterplanung war gestern

Ein erster handfester Vorteil: Die Sammelschienen der neuen Plattform müssen nicht mehr aufwendig dimensioniert werden. Bislang mussten die Flachkupferschienen mit entsprechenden Haltern je nach notwendiger Kurzschlussfestigkeit im projektspezifischen Abstand montiert werden. An diesen Stellen konnten allerdings keine Aufbau-Komponenten montiert werden. Der Platzverlust musste bereits bei der Planung berücksichtigt werden. Zudem stellen offen liegende Kontakte eine Gefahr dar. Um Mensch und Technik zu schützen, mussten vor Inbetriebnahme Kunststoffabdeckungen zeitaufwändig gemessen und zurechtgeschnitten werden. Ausschuss und Kunststoffabfall waren die Folge: Im Schnitt fallen pro System 1,9 Kilogramm Abfall an überschüssigem Kunststoff durch Zusägen der Berührungsschutz-Abdeckungen an – Planungsfehler oder Änderungen im späteren Projektverlauf nicht berücksichtigt.