Steuerungs- und Antriebstechnik

10 µm genau: PC-based Control sorgt für hochpräzises Schlüsselerlebnis

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Durchgängiges PC-Control als ideale Basis für Industrie 4.0

„Bei den Sondermaschinen von Aumat wird bereits seit 2005 PC-based Control von Beckhoff eingesetzt“, so Wilfried Wengenroth. „Wir bei AST selbst arbeiten schon seit 2004 damit. Hierbei ist auch Ethercat ein entscheidender Vorteil, und zwar durch das automatische Scannen der Anlage insbesondere bei der Erstinbetriebnahme. Darüber hinaus bietet Ethercat eine schnelle und komfortable Diagnose aller Busteilnehmer.“

Mark Straka, Leiter der elektrotechnischen Instandhaltung bei Wilka, ergänzt: „Unsere gewachsene Steuerungslandschaft ist naturgemäß heterogen. Allerdings sind wir seit rund sieben Jahren sukzessive dabei, komplett auf Beckhoff-Technik umzusteigen. Neben der hohen Rechenleistung ist die Offenheit des Systems für uns ein ganz entscheidender Faktor. Ohne viel Aufwand lässt sich einerseits auch die ältere, bereits vorhandene Steuerungstechnik integrieren und andererseits das übergeordnete Unternehmensnetzwerk anbinden. Gerade letzteres wird zunehmend interessant, um die komplette Produktionsstruktur, von der Auftragseingabe über die Fertigstellung bis hin zum Service, per Standardnetzwerk verfügbar zu haben.“

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Auf diese Weise sei die ideale Voraussetzung für die Umsetzung des Industrie 4.0-Gedankens gegeben, wobei man hierbei laut Olaf Witte einen wichtigen Aspekt nicht vergessen sollte: „Je stärker eine Fertigung vernetzt ist, umso gravierender können sich Störungen auswirken. Und was hilft eine hochflexible Losgröße-1-Produktion, wenn die Anlagen stillstehen? Daher stehen die Anlagenverfügbarkeit und somit insbesondere auch der Service im Bereich der Steuerungstechnik verstärkt in unserem Fokus. Und das funktioniert im Falle Beckhoff sehr gut und schnell.“ Dies bestätigt auch Mark Straka: „Die Schnelligkeit, mit der auf Anfragen reagiert wird, ist für uns oft entscheidend. Schließlich kann ein Produktionsausfall hohe Kosten erzeugen. Dies gilt allerdings nicht nur im Servicefall bzw. bei der Ersatzteilbeschaffung. Ebenso entscheidend ist die Schnelligkeit, mit der Beckhoff in den vergangenen Jahren technische Innovationen entwickelt und diese zudem mit Projektunterstützung begleitet hat.

Es gibt inzwischen kaum eine Anwendung, die sich nicht mit PC-Control lösen lässt. Zudem sparen wir durch das kompakte und modulare System verglichen mit konventioneller SPS-Technik bis zu 50 Prozent Schaltschrankplatz und rund 20 Prozent Hardwarekosten. Und außerdem kann bei den Anlagen über Ethercat-Klemmen oder -Box-Module einfach, schnell und äußerst flexibel auf neue Anforderungen, etwa eine nachträgliche Temperaturkompensation, reagiert werden.“

Applikationsgerecht skalierbare Automatisierungstechnik

Bei der Schlüssel-Fertigungsstraße übernimmt PC-Control alle automatisierungstechnischen Aufgaben: Steuerung des Maschinenablaufs, HMI zu Einricht- und Automatikbetrieb, Störmeldeanzeige und Datenarchivierung, Datenhandling via Gateway sowie NC-Steuerung der 3-Achs-Fräsportale. Bei der Längsprofilfräsmaschine kommen fünf per Twincat NC I gesteuerte 3-Achs-Stationen zum Einsatz, bei der Einschneid-Fräsmaschine drei Stationen. Hinzu kommen der Schlüsseltransport über 15 Transferstationen und die Zuführung der Schlüsselrohlinge, d.h. insgesamt 32 Servoachsen, deren Antriebe AX5000 auch über systemintegrierte Sicherheitsfunktionen verfügen.

Gesteuert wird dies alles über einen Schaltschrank-PC C6930 je Maschine, der für die Visualisierung per Twincat PLC HMI an ein 15“-Einbau-Panel CP6902 angebunden ist. Er bietet laut Wilfried Wengenroth ausreichend Leistung auch für zukünftige Anlagenerweiterungen: „Durch die hohe Rechenleistung bzw. die schnellen Steuerungstasks lassen sich zudem sehr dynamische Aufgaben lösen, etwa eine hochgenaue Bohrkontrolle oder im Fall der Räummaschinen eine über die Erfassung des Motorstroms realisierte Werkzeugbrucherkennung. Zusätzlichen Nutzen der PC-basierten Steuerungstechnik bietet der Twincat Database Server. Hierüber lassen sich sehr große Datenmengen verarbeiten, ohne dass die SPS-Zykluszeiten dadurch reduziert werden.“ Weitere Vorteile bietet die durchgängig Ethercat-basierte, je nach Bedarf zentral oder dezentral angeordnete Datenerfassung – entweder über Ethercat-Klemmen im Schaltschrank oder direkt vor Ort im Prozess über Ethercat-fähige Ventilinseln und mit den Ethercat-Box-Modulen EP1008 bzw. EP2028.

* Stefan Ziegler, Marketing Communications, Beckhoff Automation

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