Frequenzumrichter 12-Puls-Einspeisung reduziert die Oberschwingungen

Redakteur: Reinhard Kluger

Der verstärkte Einsatz von Frequenzumrichtern sorgt mit seinen Netzrückwirkungen für eine höhere Belastung der Versorgungsnetze. Eine sinkende Qualität ist die Folge. Um gerade bei

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Der verstärkte Einsatz von Frequenzumrichtern sorgt mit seinen Netzrückwirkungen für eine höhere Belastung der Versorgungsnetze. Eine sinkende Qualität ist die Folge. Um gerade bei großen Leistungen diese Oberschwingungen, die sogenannten Harmonischen, zu reduzieren, liefert Danfoss jetzt für seine High Power-Geräte der Serien VLT AutomationDrive, HVAC Drive und AQUA Drive, eine Variante mit 12-Puls Einspeisung aus. Zu diesem Zweck kombiniert man zwei 6-Puls-Gleichrichter mittels eines Transformators mit 30°-Phasenverschiebung als Einspeisung des Frequenzumrichters, was die Oberschwingungen der 5., 7., 17. und 19. Harmonischen eliminiert. Dies reduziert die Netzrückwirkungen auf einen THDi von zehn bis 12 Prozent im Vergleich zu 30 bis 50 Prozent bei herkömmlichen 6-Puls-Brückengleichrichtern mit Netzdrosseln. Der Nutzen: Die Lösung erfordert keine zusätzlichen Maßnahmen, wie beispielsweise Saugkreise, die häufig eine umfangreiche Netzanalyse benötigen, um Resonanzen im Gesamtsystem zu vermeiden. Auch die High Power-Geräte mit der 12-Puls-Einspeisung sind vollständig in die modulare VLT Plattform integriert. So legt man besonderen Wert auf die Verwendung der bewährten Bauteile der High Power Drives.

Alle Erweiterungsoptionen werden genutzt

Die Geräte nutzen ebenfalls alle Erweiterungsoptionen und verfügen über das gleiche, bewährte grafische Bedienteil für eine einfache, intuitive Programmierung und Konfiguration. Ebenso stellen sie eine STO-Funktion nach EN 61800-5-2 bereit. Für den Einsatz unter rauen Umgebungsbedingungen, wie sie beispielsweise in Kläranlagen oder Schwimmbädern herrschen, sind die Frequenzumrichter serienmäßig mit beschichteten Platinen gemäß IEC 60721-3-3, Klasse 3C3 ausgestattet. Entscheidend für den zuverlässigen Betrieb ist die effektive Abfuhr der entstehenden Verlustwärme aus dem Umrichter, dem Schaltschrank oder – wenn notwendig – aus dem gesamten Gebäude. Getrennte Luftführung für die Leistungskomponenten hält die Luft im Schaltschrankinneren frei von Umgebungsbelastungen: getrennte Kühlwege für Leistungs- und Steuerungskomponenten, bis zu 75 Prozent der Verlustwärme werden durch den Kühlkanal abgeführt und: Der rückseitige Kühlkanal kann nach außen geführt werden, um den Kühlast im Schaltraum zu verringern und damit die Betriebskosten zu senken.

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